Corona Cave Syndrom – Teil 1

Foto: J. Unger


In einem meiner ersten Artikel zum Jahresbeginn schrieb ich über das Thema ‚Veränderungen‘ und wie wichtig es ist, diese für sich anzunehmen.
Nichts im Leben ist so beständig wie der Wandel und kaum etwas anderes bereitet uns mehr Magenschmerzen. Denn nirgends ist es bequemer, als in unserer eigenen Komfortzone - dort kennen wir uns aus, dort fühlen wir uns wohl.

Doch schon Albert Einstein stellte einst fest, dass es wohl die höchste Form von Wahnsinn sei, immer die gleichen Dinge zu tun und dennoch ein anderes Ergebnis zu erwarten. Wenn wir für uns selbst eine Veränderung für unser Leben herbei führen wollen, müssen wir also auch dazu bereit sein, etwas zu verändern. Dies können schon Kleinigkeiten sein, wie eine neue tägliche Routine oder ein neues Hobby. Ebenso kann es helfen, sich einmal für eine kurze Zeit aus seinem eigenen Alltag zu verabschieden, neue Herausforderungen anzunehmen und sich selbst auf ganz neue Art und Weise kennenzulernen.

Leider beobachte ich gerade in den letzten Wochen und Monaten das genaue Gegenteil:
So schnell neue Routinen in unserem Alltag zu einer Gewohnheit und somit zu einer positiven Veränderung werden können, so schnell kann dieses Phänomen auch ins Gegenteil umschlagen und gerade die aktuelle Situation fördert dies zunehmend. Immer öfter höre ich von meinen Kundinnen und sogar von Kolleginnen, dass sie kaum noch die Motivation verspüren, sich regelmäßig zu schminken, da sie aufgrund von Homeoffice und den gerade geltenden Corona-Regeln sowieso kaum ‚echten‘ Kontakt mit anderen Menschen hätten. Schlimmer noch! Genau diese Beschränkungen, die vor zwei Jahren noch zu einem großen Aufschrei geführt haben, werden zunehmend zu unserem Alltag...