Für alle, die nach Weihnachten ein paar Taler übrig haben und was Besonderes suchen, gibt es einen superben Tipp: Dämmerland.

von Friedrich W. Dittmann

Willy, mein Kater, besitzt einen Laptop, extra mit großen Tasten für seine dicken Pfoten. Das hatte ich ihm leichtsinniger Weise geschenkt, zum Musikhören. Er benutzt es auch zum Streamen. Seine neueste Entdeckung „Dämmerland“.

Hannes Braun von Kissin‘ Dynamite und Malte Hoyer von Versengold haben es geschafft, die Crème de la Crème von Folk, Mittelalter-Rock und deutschem Metal zusammenzutrommeln, um das Projekt „Dämmerland“ als Musikalbum und Hörspiel zu kreieren. Das Album ging binnen kurzer Zeit durch die Decke und landete sofort auf Platz 2 der deutschen Album-Charts.

Es ein Fantasy Hörspiel für Jung und Alt sein und so klingt es auch gelegentlich auch.16 Songs, die in der überwiegenden Zahl sehr gut rüberkommen.

Den Anfang machen Hannes Braun und Malte Hoyer mit „Dämmerland“. Es zündet noch nicht richtig.

Das ändert sich schon im nächsten Song, da der wunderbare Alea von Saltatio Mortis seine Stimme für „Verlorene Träume“ erhebt und zusammen mit Annie Hurdy Gurdy wunderschön singt. Am Anfang erinnert die Melodie ein wenig an „Wonderful Life“ von Black. Das tut der Sache keinen Abbruch.

> „Was muss, das muss“ ist der richtige Song für dich, meine verschlafene Miezekatze <

M. Hurley & die Pulveraffen sind bester Laune und trällern:

> Denn Arbeit ist das halbe Leben und die andere Hälfte auch <

> Werde nicht frech, alter Mann. Soviel arbeitest du auch nicht <

> Na gut! <

Weiter geht’s mit „Alles hat eine Geschichte“ mit Versengeld. Auch sehr schön.

Dann sehr überzeugend „Licht und Schatten“ mit Chris Harms (Lord oft the Lost).

„Aber Kadabrah“ mit Anna Brunner „Das Fast-Heldenepos“ mit Hannes Braun, na ja.

In der zweiten Hälfte sind noch richtige Highlights. „Hunger hab‘ ich“ mit Michael „Micha“ Rhein von In Extremo. Feiner Dudelsackeinsatz und frechem Text.

Dazu gehört auch „Vergiss mein nicht“ mit Schandmaul, „Schlimmer geht immer“ mit den dem alten Eric Fish von Subway to Sally.

Eine echte Überraschung liefern Asenblut mit Sänger Tetzel. Der Song „Brücken“ geht voll ab.

Zum besten Song auf dem Album haben Willy und ich „Fallender Stern“ mit Malte Hoyer und Annie Hurdy Gurdy gewählt. Sehr bewegend.

„Spiegellabyrinth“, gesungen von Annie Hurdy Gurdy bildet den Abschluss und macht Lust auf mehr. Dämmerland II steht im Frühling an. Mit dabei, wieder die Garde der Mittelalter-Rockszene und des deutschen Metal.