Die Urlaubskolumne


Kennt ihr das Lied von Carsten Meyer? Das geht eigentlich erstmal gefühlt drölfzigmal nur so: „Urlaub, Urlaub in Italien“ und das mit einem ganz chilligen Beat im Hintergrund. So hat sich meine komplette letzte Woche angefühlt. Das war so wunderbar, dass ich irgendwie gar nicht mehr zurück wollte aus dieser Blase.

Mit den lieben Menschen, die zusammen mit mir frei hatten und mich nicht nur Anfang letzter Woche gut in mein 41. Lebensjahr gebracht haben, sondern mich auch die komplette Wochen entschleunigt haben. Und dafür bin ich echt unendlich dankbar!

Der stetige Druck immer produktiv sein zu müssen

Kennt ihr das Gefühl, dass man selbst im Urlaub nicht zur Ruhe kommt, sondern sich ständig selbst Druck macht irgendetwas zu tun oder produktiv sein zu müssen? Ich hatte das bis letzte Woche auch irgendwie immer.  Und da fallen mir auch noch Sätze ein, in denen ich mich selbst sagen höre : „Im Urlaub mach ich dann mal alles, was so liegen geblieben ist: Klamotten sortieren, aufräumen, Fenster putzen, Papierkram“.  Und da frage ich mich allen Ernstes, ob ich da noch ganz beisammen war. Wir müssen von 365 Tagen, abzüglich der Feiertage und Wochenendtagen, an 252 arbeiten gehen! Ok, davon habe ich noch 30 Tage Urlaub. Das sind aber trotzdem noch 222 Tage an denen man zur Arbeit muss (und ich liebe meinen Job wirklich). Das sind 7,4 Monate! Und das alles bis man 67 Jahre alt und im Regelrentenalter ist. Da sollte der Urlaub wirklich nur zur Entschleunigung dienen!

Einfach mal nichts tun und nur in den Tag hinein leben füllt den Akku wieder auf

Was ich jetzt mit 41, leider viel zu spät erst festgestellt habe, man kann auch im Urlaub einfach mal gar nichts tun. Einfach in den Tag hinein leben, Wäscheberg mal Wäscheberg sein lassen. Die dreckigen Fenster ignorieren oder einfach die Rollläden runter lassen (dann sieht man auch nichts mehr vom Dreck) und nach dem Motto leben: „Was du heute kannst besorgen, verschiebe ruhig auf morgen oder übermorgen oder eben nächste Woche!“ Entschleunigung  tut so gut und ist auch ganz einfach, wenn man es zulässt. Also gönnt euch in eurem nächsten Urlaub einfach mal das volle Programm Nichtstun. Lasst los vom schlechten Gewissen und dem Druck unbedingt produktiv sein zu müssen. Ich hätte mir gewünscht, mir hätte das schon mal jemand vorher aufgezeigt.

Danke an die Gummibärenbande!