Die Herbstferien sind vorbei. Und während viele jetzt von Erholung, Entschleunigung und Familienzeit sprechen, frage ich mich: Für wen sind Ferien eigentlich gedacht?
Für Kinder, klar – sie dürfen ausschlafen, spielen, einfach Kind sein. Aber für uns Eltern? Für mich als Alleinerziehende, die in dieser Zeit nicht nur Vollzeit-Mama, sondern auch berufstätig ist, bedeuten Ferien vor allem eines: noch ein bisschen weniger Zeit für sich selbst.
Zwischen Alltag und Ausnahmezustand
So richtig Ferienstimmung kam bei uns ehrlich gesagt nicht auf. Ich hatte die Kinder die ganze Zeit bei mir – was schön ist, aber eben auch anstrengend. Dazu mein Nebenjob, der trotz Ferien weiterlief. Trotzdem: Wir haben das Beste daraus gemacht.
Wir waren auf dem Lukasmarkt, haben Freunde getroffen, gefeiert – der Geburtstag meines Jüngsten war ein echtes Highlight. Diese kleinen Momente, in denen alles leicht und unbeschwert ist, sind es, die bleiben.
Kleine Pausen, große Wirkung
Viele Eltern kennen das: Kaum sind Ferien, ist der Alltag voller als zuvor. Aber vielleicht liegt genau darin ein kleines Geschenk – zu lernen, sich Pausen im Trubel zu nehmen. Ein Kaffee am Fenster, ein Lächeln zwischendurch, ein Moment der Ruhe, auch wenn das Leben weiterläuft.
Erholung passiert nicht einfach, sie entsteht, wenn wir sie zulassen. Und am Ende sind es diese kleinen Augenblicke, an die sich unsere Kinder später erinnern werden – dass wir da waren, gelacht haben, und dass es schön war, ganz ohne Perfektion.
Müde – aber dankbar
Jetzt, wo wieder Alltag einkehrt, merke ich, wie erschöpft ich bin. Und trotzdem fühle ich Dankbarkeit. Dafür, dass wir eine schöne Zeit hatten, auch ohne große Reisen oder Pausen vom Alltag.
Vielleicht geht es gar nicht darum, Ferien perfekt zu gestalten, sondern darum, sich zwischendurch bewusst zu machen, dass genau das hier – unser Alltag, unser Miteinander – das echte Leben ist.
Ein kleiner Reminder
Eltern brauchen keine makellosen Ferien, um eine gute Zeit zu haben. Manchmal reicht es, abends müde, aber zufrieden auf das Chaos des Tages zu blicken und zu denken: Wir haben das gut gemacht.
