Ich bin genug – Teil 1

Foto: J. Unger


Auch mich hatte das CCS (‚Corona Cave Syndrom‘) fest im Griff, doch es wäre zu einfach, diesen Zustand schlicht der aktuellen Situation und den Einschränkungen während der Pandemie zuzuschieben. Faktisch habe ich selbst zu einem Großteil dazu beigetragen, indem ich den Weg des geringsten Widerstandes gewählt habe.

Ganzgleich ob Arbeit, Sport oder Shopping - alles ist von zu Hause aus viel bequemer und auch die Menschen (die Wenigen), mit denen ich mich in dieser Zeit umgeben habe, genossen diesen neuen Zustand der Teil-Isolation. Doch ein Leben in Gewohnheit und Faulheit zu führen macht uns langfristig nicht glücklich, es macht uns träge, lethargisch und verhindert persönliches Wachstum und Entwicklung. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen habe ich mir zum Jahresbeginn eine Auszeit genommen und mir ‚Hilfe‘ gesucht, denn ‚Probleme kann man nie durch die gleiche Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.‘ (Albert Einstein).

So nutzte ich die Zeit zwischen den Jahren als ganz persönliche Zeit des Neubeginns. Ich hab eine Freundin besucht, die ich für ihre Einstellung zum Leben schon lange bewundert habe und gemeinsam mit ihr und schon alleine dadurch Zeit mit ihr zu verbringen, ist es mir gelungen, meine alten Denkmuster zu durchbrechen. Sie hat mir neue Inspiration gegeben und den Mut, für mich selbst neue Dinge auszuprobieren. Eine Woche lang durfte ich ihren Lebensstil teilen und wir haben uns sehr intensiv über unsere aktuelle Situation, aber auch über unsere Wünsche für die Zukunft ausgetauscht.
Selbstreflektion und die Erkenntnis, was in der Vergangenheit schief gelaufen ist, sind elementarer Bestandteile dafür, in Zukunft ein glücklicheres und erfüllteres Leben zu führen; dabei ist es unerlässlich in den Austausch mit Menschen zu treten, die einen inspirieren und motivieren.