Krankheit oder Heilung – Teil 3

Foto: J. Unger


Noch vor Kurzem lebten wir alle ein Leben auf der Überholspur – schneller, höher, weiter war die Devise. Und obwohl wir heute alle miteinander vernetzt und rund um die Uhr erreichbar sind, sich Einkäufe einfach im Internet tätigen und nach Hause liefern lassen, hatten wir alle zunehmend das Gefühl keine Zeit zu haben. Wir standen ständig unter Strom und hetzten von einen Termin in den Nächsten. Dabei blieb kaum Zeit für die wirklich wichtigen, die schönen Dinge, keine Zeit für uns selbst, keine Zeit für die Familie.
Da stellt sich doch die Frage: Was tun wir eigentlich mit der Zeit die uns gegeben ist? Wo verschwenden, vergeuden wir sie? Und mit was?

Die Maßnahmen der letzten Wochen führten jedoch häufig dazu, dass wir uns unserer Zeit ganz neu bewusst werden durften und auch mussten. Veranstaltungen wurden abgesagt, viele Berufe wurden auf Homeoffice umgestellt, Schulen und Kindergärten blieben geschlossen, einige Menschen kamen in Quarantäne und obwohl die Regierung ausdrücklich dazu riet den Kontakt zu unseren Mitmenschen auf ein Minimum zu reduzieren, führten all diese Maßnahmen doch dazu, dass wir unserer Familie, unseren Kindern und Partnern umso einiges näher kamen und weit mehr Zeit füreinander hatten, als wir es uns je gedacht und vielleicht auch gewünscht hätten. ;)

Neulich las ich einen Satz, der es überaus gut beschreibt: ‚Es ist ein Virus, das unser Leben auf den Punkt gebracht hat.‘
Ich bin schon sehr gespannt, wer von euch ähnliche Erfahrungen gemacht hat. Teilt diese gern mit mir auf Instagram unter: Julia.Unger_DirmitMK