Lord of the Lost: 3 Alben OPVS Noir. Nach Vol 2. Rolle rückwärts. Heute geht es um Vol.1

von Friedrich W. Dittmann

Zunächst müssen Willy, mein Kater, und ich wiedermal einen Gang nach Canossa antreten und Buße tun. Der Vogel hat schon vor den Alpen keine Lust mehr. Ist auch egal. Jedenfalls fanden wir Lord of the Lost spätestens seit dem Auftritt bei dem komischen ESC mit ihrem „Blood & Glitter“ doof. Spätestens seit wir sie 2025 als Headliner beim M’era Luna Festival gesehen haben, war eine Drehung um 180 Grad fällig. Chris Harms und seine Mannen sind Klasse. Beim Festival spielten sie die wesentlichen Songs vom Album OPVS Noir Vol.1 aus dem Jahr 2025.

Im Dezember hatten wir bereits über OPVS Noir Vol. 2 erzählt. Der Fellträger meint:

> Ist doch Quatsch über Vol. 2 zu erzählen und Vol. 1 zu übergehen. Die Scheibe ist in Teilen noch besser und im April kommt OPVS Noir Nr.3. Ist ne Trilogie, klar? <

> Da hast du wohl recht, mon ami < Also: los.

Das Album verdient den Oberbegriff Bombast Metal und enthält mehr als die Hälfte Spitzensongs. Die düsteren Gefilde sind wieder angesagt und das liebt man auf dem Gothic Festival und wir lieben es auch.

Die Sache geht schon gnadenlos mit „Bizaar Bizarre“ los. Starke Riffs und Chris Harms steigert sich in einen Refrain, der es in sich hat und in den Ohren lang verweilt. Er geht mühelos in höhere Töne und liefert einen Growl-Part.

Bei „Sanctuary“ geht die Post endgültig ab. Absolut livetauglich, genauso wie „I Will Die In It.“ Ein Refrain, den man für den Rest seines Lebens nicht mehr vergisst.

„Light can only shine in the Darkness” ist unser Favorit auf der Scheibe. Hier singt Chris Harms mit keiner Geringeren als Sharon den Adel von Within Temptation. Die Mieze schwärmt von der Dame, seit wir Within Temptation vor einigen Jahren beim M’era Luna gesehen haben.

> Without you I'll be heartless. Oh, light can only shine in the darkness. Without you I'll be heartless.
Oh, light can only shine in the darkness. High and low. Love and woe. Oh, light can only shine, light can only shine in the darkness <

Toller Chorus und Gesang. Klingt wie eine Kombination aus Lord of The Lost und Within Temptatiom.

Der weitere Höhepunkt ist „The Things we do for Love“. Ebenso melancholisch wie dramatisch. Der ruhige Anfang geht nach Trommelwirbel immer heftiger weiter und löst sich in einem höchst dramatischen Chorus auf.

Insgesamt ein starkes Album.