Vor kurzer Zeit haben Willy, mein Kater, und ich von „Phil Lyonotts Wiederkehr“ beim Rock Hard Festival am 27.05.2023 erzählt. Wir hatten an dem Tag noch nicht genug und blieben noch einen Tag.
Der Kater ist kein toller Reisebegleiter. Erst motzt er ständig bei der Autofahrt und dann ist er ziemlich nachtaktiv. Wenn er pennt, schnarcht er ohne Ende. Gleichwohl sollten wir es nicht bereuen. Wir erlebten noch eine Wiederauferstehung.
Als Schlussakt am nächsten Tag traten MSG auf, übersetzt: Michael Schenker Group. Michael Schenker, der jüngere Bruder von Rudolf Schenker, der bei den Scorpions die Fidel spielt. In frühen Jahren war Michael auch bei den Scorpions. Ein hochbegabter Gitarrist, der seit Jahren erfolgreich sein eigenes Ding macht und auch einer näheren Betrachtung mittels Kolumne würdig ist.
Das stand aber nicht im Mittelpunkt unserer Überlegungen. Am Mikro betätigte sich ein begnadeter Sänger: Ronnie Romero. Augen zu und man konnte Ronnie James Dio hören, den leider viel zu früh verstorbenen weltbesten Rocksänger ever.
Die beiden haben nicht nur den gleichen Vornamen. Beide waren Sänger bei Rainbow, der illustren Truppe von Ritchie Blackmore (Deep Purple). Auch wenn der Vogel als äußerst schwierig gilt, verdanken beide Ronnies ihm ihren Durchbruch.
Geboren am 20.11.1981 in Santiago de Chile zog es Romero nach 2009 Spanien. 5 Jahre schlosser sich der Rockband Lords of Black an. Zu Rainbow kam er, nachdem Blackmores Herzensdame Candice Night ihn singen hörte und ihn ihrem Gatten wärmstens ans Herz legte. Den Jahren mit Rainbow folgten eine Reihe Gastauftritte bis irgendwann seine Solokarriere im Mittelpunkt stand. Zu den temporären Geschichten gehörte auch seine Zeit von 2021 bis 2023 bei Michael Schenker.
Zuhause vom Rock Hard Festival angekommen, blieb der Knabe in unserem Gedächtnis. Letztes Jahr haben wir bei unserem Local Dealer Romeros letztes Album „Backbone“ erstanden. Ein Quell unendlicher Freude für jeden Metalfan.
Das geht schon mit dem Titelsong los, geht über zu „Bring the Rock“ und weiter zum ersten unserer Favoriten „Lost in Time“. Eigentlich sind alle Songs stark. Ob Kracher wie „Never felt this Way“, „Lonely World“ oder “Black Dog” bis zur weiteren starken Ballade ”Keep on falling”.
Zu Beginn singt er ziemlich zurückgenommen:
> When the world gets cold as ice. and I start to feel I'm drowning <
Danach geht es in bester Dio-Manier mit saustarken Vocals die Post ab, bis zu einem furiosem Gitarrensolo.
Ein rundum gelungenes empfehlenswertes Album.
