„Seid lieb“ Kolumne

Foto©Nora Löhr


Lieber Januar!
Das war schon mal nichts. Wie hast du dir das vorgestellt, dass wir 2022 schön finden könnten, wenn du uns so hart enttäuschst. Der Januar soll der Vorgeschmack aufs Jahr sein. Danke, ich bin dann bedient. Mieses Wetter, aggressive Auseinandersetzungen bei Demonstrationen und Spaziergängen, Amoklauf in Heidelberg, ein Doppelmord an zwei Polizisten, zudem Dschungelcamp und Meat Loaf ist gestorben. Es reicht jetzt schon.

Wir setzen jetzt alles auf den Februar

Der Februar ist grade angebrochen und ich habe schon direkt ein viel besseres Gefühl mit dem kürzesten aller Monate. Vornweg die wohl beste Nachricht überhaupt: Karneval fällt aus! Keine billigen Kostüme die nach Schweiß und Fuß riechen, keine kotzenden und grölenden Menschenmassen die sich durch die Altstadt schieben , keine vollgepissten Hauseingänge und vor allem keine grenzdebile Karnevalsmusik. Ich bin entzückt♥

Februar der Monat der Liebenden

Stattdessen gibt es am 14. Februar hoffentlich ganz viel Liebe für alle. Obwohl ich wirklich kein Fan von Konsumtagen wie Valentins- oder Muttertag bin, aber dieses Jahr können wir nach zwei Jahren mit Coroni wirklich mal alle eine extra Portion Liebe vertragen. In der Stadt animiert grade mein Lieblingsschmierfink die Koblenzer auch hartnäckig dazu: „Seid lieb“ liest man seit Wochen in der Stadt überall. Und ich bin dafür, dass wir uns ein Beispiel dran nehmen. Seid lieb zueinander und baut darauf: Alles wird gut! 2022 wird unser aller Jahr, auch wenn der Januar es noch nicht so zeigen wollte!