Zwischen Wunschlisten, Wichtelpfaden und Weihnachtszauber – warum die Adventszeit mit Kindern so besonders ist und woran wir uns als Erwachsene vielleicht wieder erinnern dürfen, erzähle ich euch in meiner neuesten Kolumne.

Mendig | von Daniela Raben

Kaum ist Halloween vorbei, beginnt sie – diese besondere Zeit, in der alles ein wenig heller, wärmer und liebevoller scheint. Der Advent kündigt sich an. Ich liebe diese Wochen, vor allem, weil ich sie mit meinen Kindern erleben darf. Sie glauben (noch) an Magie – an Wichtel, Christkind und kleine Wunder, die sich zwischen Kerzenschein und Plätzchenduft verstecken.

Wenn wir über einen Wichtelpfad spazieren, sind ihre Augen groß und voller Staunen. Für sie ist es selbstverständlich, dass dort wirklich kleine Wesen wohnen. Und ehrlich gesagt: Wir wissen es ja nicht, oder? 😉


Zwischen Wunschzettel und Wirklichkeit

Dann kommt der Moment, wenn die Wunschlisten geschrieben werden. Bei uns bringt das Christkind die Geschenke – so war es schon immer, und das bleibt auch so. Doch während die Kinder träumen, kämpfe ich innerlich mit einer kleinen Zerrissenheit: Was, wenn die Wünsche zu groß werden? Zu teuer, zu unpassend, zu viel?

Wir leben ohnehin im Überfluss – und trotzdem sehnen sich Kinder nach Neuem. Ich versuche, ihnen zu vermitteln, dass Zeit wertvoller ist als Zeug. Aber kann ein Ausflugsgutschein wirklich mit einem funkelnden Paket unter dem Baum mithalten?


Erinnerungen an ein übervolles Weihnachten

Ich denke oft an meine eigene Kindheit zurück. Ich war Einzelkind, mein Wunschzettel wurde meist komplett erfüllt. Ich bekam all die Barbies, Playmobilwelten und Zubehörteile, die ich mir wünschte – und trotzdem blieb oft dieses diffuse Gefühl: Es war einfach zu viel. Ich war dankbar, ja, aber irgendwie auch überladen.

Vielleicht ist das der Grund, warum ich es heute anders machen möchte. Warum ich den Fokus verschiebe – weg vom Haben, hin zum Sein.


Zeit statt Zeug – das wahre Geschenk

Dieses Jahr will ich mit meinen Jungs bewusst mehr erleben. Basteln, backen, spielen – und einfach da sein. Denn das sind die Momente, die bleiben. Die, die uns verbinden und Wärme schenken, wenn draußen die Welt kalt und grau ist.

Und wir machen mit bei „Weihnachten im Schuhkarton“. Gemeinsam etwas für Kinder packen, die vielleicht nicht so viel haben. Damit auch sie ein Leuchten in den Augen spüren dürfen.


Das Licht weitertragen

Vielleicht ist das ja die wahre Botschaft dieser Zeit: Dass wir das Licht, das wir selbst spüren, weitergeben – an unsere Kinder, an andere, an die Welt. 🌟

Denn Weihnachten beginnt genau da, wo wir Liebe teilen.

Möge diese Adventszeit uns alle ein Stück näher zu dem bringen, was wirklich zählt – Wärme, Liebe und das Staunen über die kleinen Wunder, die uns täglich begegnen.

Eure Dani