aktuell4u-Storys

 

Dolce Vita in Koblenz: ein kurzer Ausflug in normale Zeiten

Sonne und ein schöner Blick auf die Festung Ehrenbreitstein: es fühlt sich an wie ein Stück Normalität.


Ein lauer Frühlingsabend in der Koblenzer Altstadt. An den bekannten Ecken der Stadt tummeln sich die Menschen in den wenigen Restaurants und Bars, welche die Gelegenheit genutzt haben ihre Pforten zu öffnen. An den Rheintreppen blicken die Menschen auf die Festung Ehrenbreitstein und genießen die letzten Sonnenstrahlen des Tages.

Am E Gel o Sia, der wohl bekanntesten Eisdiele der Stadt, stehen die Menschen Schlange. Nette Gesellschaft, gutes Essen und ein leckeres Kaltgetränk. Es fühlt sich ein bisschen an wie Freiheit. Dolce Vita in Koblenz. Ab Donnerstag ist dieses Gefühl aber wieder Geschichte: die neue Allgemeinverordnung der Stadt Koblenz hat zur Folge, dass auch die Außengastronomie wieder schließen muss. Selbiges gilt für den Einzelhandel.

Wer länger nicht in der Koblenzer Innenstadt verweilt hat, wird sich wundern. Einige Geschäfte sind verschwunden und wurden durch neue ersetzt. Nicht nur im Einzelhandel, auch in der Gastronomie. Dort, wo am Münzplatz über lange Jahre die beliebte und urige "Pudel-Lounge" war, ist eine neue Bar entstanden. Das ändert allerdings nichts daran, dass an diesem schönen, sonnigen Dienstagabend die Terrasse voll ist. 

Es macht Spaß, einmal wieder abends in der Stadt zu verweilen. Die Menschen wirken glücklich und es sieht nicht danach aus, als stünde die Welt in einer globalen Krise geschweige denn einer Pandemie. Die Besetzung der Tische in der ein oder anderen Lokalität weist auch nicht darauf, dass es ein Abstandsgebot gibt. Vielleicht ist es doch kein Wunder, dass die Nation in den nächsten Lockdown schlittert. Bis zum 11.April gilt die neue Allgemeinverordnung der Stadt. Die Gastronomen werden kreativ bleiben müssen, wenn sie überleben wollen.