Wieder ist einer von uns gegangen, den wir verdammt vermissen werden: Der Sänger und Gitarrist Chris Rea.

von Friedrich W. Dittmann

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Day by day. Immer stirbt irgendeiner unserer Helden. Wann hört das endlich auf?

Am 22. Dezember, 2 Tage vor Weihnachten, war es wieder soweit: Chris Rea, gerade einmal 74 Jahre alt, fester Bestandteil des Soundtracks unseres Lebens. Willy, mein Kater, und ich sind ziemlich angefasst und total traurig, Warum fallen uns sofort die Lyrics zu Josephine ein?

> There's rain on my window, but I'm thinking of you. Tears on my pillow, but I will come through. Josephine, I'll send you all my love and every single step I take, I take for you. Josephine <

Der Song findet sich auf dem Album Shamrock Diaries aus 1985. Rea hatte ihn für seine, damals, kleine Tochter geschrieben und er gehört sicher zum Schönsten was sich in der Abteilung Sehnsucht findet. In der gleichen Abteilung findet sich der Song „Julia“, den er für seine zweite Tochter 1993 geschrieben hatte.

Auch vom Album Diaries ist das Lied von den „Stainsby Girls“, eine Hommage an seine Frau Joan.

> Some girls stole your heart like most girls do. But a Stainsby girl could break it in two. 
And I fell in love, I fell in love, I fell in love, I fell in love with a Stainsby girl <

Gut, “I can hear your Heartbeat”, “Driving home for Christmas” und “The Road to Hell” sind großartige Hits., Traurig machen uns die anderen.

Geboren wurde Chris Rea am 4.03.1951 in Middlesbrough, England. Die Mutter Irin, der Vater Italiener, ein Eisfabrikant. Mit 21 brachte er sich das Gitarrenspielen bei.

Nach ersten Versuchen kam 1989 mit dem Album The Road to Hell der große Durchbruch. Es folgte das nicht minder erfolgreiche Album Auberge. Bis heute verkauften sich über 40 Millionen Alben und CDs. Bis zu seinem Tod produzierte er 26 Studioalben.

Wir haben ihn immer wegen seiner ruhigen tiefen Stimme und seinem gefühlvollen Gitarrenspiel geliebt.

Dann 2001: Gerade mal 50 Jahre alt, als man bei ihm Pankreaskrebs entdeckt.  32 Wochen im Krankenhaus. Mehrere Operationen. Die Bauchspeicheldrüse und der halbe Magen wurden entfernt. Dass er überlebte, ist mehr oder weniger Zufall. Die Chancen standen schlecht. Fortan machte er eigentlich sein eigenes Ding, ohne bewusst auf großen kommerziellen Erfolg zu zielen. Er machte seine Bühnenauftritte unverdrossen weiter.

2016 der nächste Einschlag. Ein Schlaganfall, der ihn vorübergehend linksseitig lähmte,

Die gesundheitlichen Einschläge konnten ihn nicht daran hindern, bis zu seinem Tod Musik zu machen. R.I.P Chris.