Letzten Freitagabend, Kulturscheune in Herborn, ein sensationelles Konzert von Dartagnan und wir können sagen, wir waren dabei gewesen.

von Friedrich W. Dittmann

Willy, mein Kater und ich sind zurzeit fast ausschließlich mit der Fußball-EM beschäftigt. Ich schätze mich überaus glücklich, dass ich ihn vom TV wegzerren konnte. Eigentlich wollte er Holland gegen Frankreich sehen. Ich hatte den besseren Plan:

Ich schnappte mir den Stubentiger und entführte ihn in den finsteren Westerwald nach Herborn zum Konzert von Dartagnan. Mit an Bord fast die ganze Family, feat. zwei meiner drei kleinen Enkel. Eine illustre Truppe: 3 Generationen und eine Katze. Dartagnan spielen selten in der Gegend. Also ab nach Herborn.

20:30 Uhr, die Herren von Rauhbein hatten sich als Support an ihren Saufliedern ein Ticken zu lange abgearbeitet, Vorhang auf für eine unserer Lieblingsbands: Dartagnan.

Der charismatische Frontmann Ben Metzner, Sänger und Multiinstrumentalist, Tim Bernhard, seines Zeichens Gitarrist und Sänger und Gustavo Strauss, der Teufelsgeiger, betreten bzw stürmen die Bühne. Mit dabei an Gitarre, Bass und Schlagzeug die bekannten Gastmusikanten.

Geiles Intro, tolle Beleuchtung und der Einstieg mit Freiheit & Tod und dem Tanz in den Mai.

Bei Dreht sich der Wind waren die männlichen Besucher gefordert, ihre Angebeteten auf die Schultern zu nehmen, was mit unterschiedlichem Vergnügen gemeistert wurde.

Danach der erste Höhepunkt des Abends: My love’s in Germany. Der Song basiert auf einem Gedicht von Hector Macnelli, erstmals gedruckt 1794. Die Melodie geht auf Robert Burns Song Ye Jacobites by Name zurück. Dartagnan haben ihn auf ihrem Album Felsenfest aufgenommen.  Ben singt ihn dort zusammen mit Zora Cook.

An diesem Abend singt die gesamte Meute lauthals singt mit:

My love's in Germany, send him hame, send him hame. My love's in Germany, send him hame. My love's in Germany, fighting brave for royalty. He may ne'er his Jeannie see, send him hame.

Weiter geht die wilde Reise. Die 3 schwarzen Reiter sind dran, stimmungsvoll untermalt mit Licht und passenden Kostümen. Danach eine weitere unserer Favoriten: Farewell.

Nach gut eineinhalb Stunden endet das Set fulminant mit dem Traditional und der Torhymne von Hoffenheim Was wollen wir trinken 7 Tage lang.

Ohne Zugabe war keiner freiwillig bereit, die Halle zu verlassen. Außerdem fehlte C’est la Vie, die persönliche Hymne von Kater und Kolumnist

Denn wer nicht kämpft, hat schon verloren. Nur wer fällt, steht wieder auf.

Mit Hey Brother ging der wunderbare Abend endgültig zu Ende.