Auch an diesem 10. Januar bestand Willy, mein Kater, darauf, dass wir beim gemeinsamen Frühstück eine Kerze anzündeten und einem unserer größten Helden gedachten. David Bowie ist am 10.01.2016 gestorben. Mit 69 Jahren an Leberkrebs (Fuck Cancer). Jetzt sind neun Jahre vergangen und der Kerl fehlt uns nach wie vor.
Im Grunde gehört Bowie zum Soundtrack unseres Lebens. Bei mir schon lange, beim Kater etwas kürzer, obwohl die Mieze 9 Leben hat. Angefangen hat es 1969 mit Space Oddity, besser bekannt unter „Ground Control to Major Tom“. Die Geschichte von dem Astronauten, der sich für immer ins Weltall verabschiedete, nachdem sein Raumschiff den Geist aufgab.
Dann 1970 Ziggy Stardust mit dem androgynen Bowie als Kunstfigur.
1973 zwei seiner besten Alben. Aladin Sane mit „Drive-In Saturday“ und „Panic in Detroit“ und das Coveralbum Pinups, ausschließlich mit Erfolgssongs anderer Künstler, u.a. mit der Pretty Things Nummer „Rosalyn“ und „Here Comes the Night“ von Van Morrisons Gruppe Them. Und,und,und.
Die Berliner Jahre, wohin er 1976 mit Iggy Pop zog. Hier entstand die Zaubernummer „Heroes“, die noch heute überall gespielt wird.
In der Zeit von MTV entstanden ästhetisch maximal ansprechende Videos, u.a. zu „China Girl“ und „Ashes to Ashes.“
Über die Jahre hat Bowie mehr hervorragende Alben gemacht, als der Kater Haare am Schwanz hat. Unser Lieblingsalbum ist und bleibt Hours aus dem Jahr 1999. Darauf findet sich der Song „Thursday’s Child“, den Kater und Kolumnist zum berührendsten und besten Bowie-Song auserkoren haben.
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>Throw me tomorrow, now that I've really got a chance. Everything's falling into place. Seeing my past to let it go. Only for you I don't regret, that I was Thursday's child <
Und dann der Januar 2016. Morgens auf dem Weg zur Arbeit kam aus dem Radio die Nachricht: „David Bowie ist in New York gestorben“. 18 Monate hatte er gegen den verdammten Leberkrebs gekämpft und am Ende doch verloren.
Bowie wäre nicht Bowie gewesen, hätte er nicht noch zwei Tage vor seinem Tod am 08.01.2016 ein fantastisches Album mit Namen Blackstar veröffentlicht. In dem Song „Lazarus“ thematisiert er seinen eigenen Tod.
> Look up here, I’m in heaven. I’ve got scars that can’t be seen. I’ve got drama, can’t be stolen. Everybody knows me now <
R.I.P. Thin White Duke.
