Es hat verdammt lange gedauert, bis der Größte der Großen auf unsere musikalische Speisekarte kommt: Bob Dylan.

von Friedrich W. Dittmann

Es hat verdammt lange gedauert, bis der Größte der Großen auf unsere musikalische Speisekarte kommt: Bob Dylan.

Du bist wahnsinnig, alter Mann meint Willy, mein Kater, bei unserem gemeinsamen Frühstück am Sonntagmorgen.

Was willst du über den Mann noch schreiben, was keiner kennt und wieviel in den begrenzten Möglichkeiten der Kolumne. Du müsstest zwanzig Kolumnen schreiben und das würde nicht reichen.

Ich will es trotzdem machen, weil es wichtig ist, in Zeiten der immer mehr werdenden Autokraten und neuen Nazis, einen wie Dylan um uns zu haben.

Ich erzähle dem Schnauzbart vom 28. August 1963, als Bob Dylan zusammen mit Joan Baez beim großen Civil Rights March nach Washington auftrat und sie When the ship comes in sangen. Der Zweck des Marsches war, sich für die bürgerlichen und wirtschaftlichen Rechte der Afroamerikaner einzusetzen.  Schlussredner war Dr. Martin Luther King, der am Lincoln Memorial von seinem Traum (I have a dream) erzählte.

Seit diesem Tag war Dylan nicht nur das Idol der Protestbewegung, sondern auch mein Held und ist es bis heute geblieben.

Geboren wurde er am 24. Mai 1941 als Robert Allen Zimmerman in Duluth, Minnesota. Die Wahl des Namens Dylans geht auf den walisischen Dichter Dylan Thomas zurück. Musikalisch groß geworden ist er in der Folkszene in Greenwich Village, einem Stadtteil von Manhattan.

!965 führte er die Elektrogitarre in die Folkszene ein. Als er auf dem Folkfestival in Newport auftrat, wurde er auf offener Bühne ausgebuht. Er hat das weggesteckt und hat musikalisch vielfältig weiter gemacht.

Über die Jahrzehnte schrieb er hunderte Songs, die wir nicht ansatzweise anführen können. Beispielhaft: Blowin‘ in the wind, Mr Tambourine Man -gecovert von den Byrds-; Knocking on Heavens Door – gecovert von Guns‘N ‘Roses- usw.

Kater und Kolumnist haben entschieden, über einen „kleinen“ Song zu reden, der zu unseren liebsten gehört: Girl from the North Country, zu finden auf The freewheelin' Bob Dylan, das Album, dass den Karrieredurchbruch brachte.

If you're traveling in the north country fair, where the winds hit heavy on the borderline. Remember me to one who lives there, for she once was a true love of mine

Eine wundervolle Poesie. Die Experten rätseln bis heute, ob er den Song für die damalige Freundin Suze Rotolo oder eine andere Dame geschrieben hat. Ist uns egal. Wir empfehlen stattdessen, auf YouTube sich die feine Version von Dylan zusammen mit Johnny Cash anzusehen und anzuhören.