> And so we dance to numb the bitter sorrow, to dry the tears for once and reach tomorrow’s past <
Diese magischen Worte klingen zurzeit rund um die Uhr durchs Haus. Das neue Album macht Kater und Kolumnist völlig fertig. Insbesondere der Song „Tomorrow’s Past“, aus dem die Worte stammen, ist von einer unglaublichen Schönheit. Wir haben Diary of Dreams für das, was sie machen, immer geliebt, seit wir 2002 den Song „Traumtänzer“ gehört haben,
Wir finden Lindenberg und Westernhagen super cool, sogar Grönemeyer mögen wir, manchmal, aber lieben, lieben tun wir Adrian Hates. Er ist neben Peter Heppner von Wolfsheim für uns in Deutschland in der Poleposition. Einfach weil er Emotionen am bewegendsten vorträgt. Sangeskunst an sich hat uns nie interessiert.
Diary of Dreams wurde 1989 von dem Sänger und Mastermind Adrian Hates gegründet. Über die Jahre hat er mit den verschiedensten Musikern gearbeitet und seinen Dark Elektro-Pop entwickelt. Einer seiner frühen Kompositionen hieß Tagebuch der Träume. Daraus ist der Name der Band entstanden.
Nach Mastermind Adrian Hates handelt es sich bei dem neuen Album Dead End Dreams um eine EP. Ein Format, das wir von früher kennen. Die EP hat weniger Stücke als die LP. Es sollen weitere EPs in naher Zukunft folgen
Das erste Stück auf der EP „Kein Allein“ gibt die Stimmung vor, ist gleichzeitig das eher Schwächste.
> Sag unter Tränen - es ist niemals zu spät. Doch solltest du schlafen - wenn die Welt untergeht >
„The Chemisty of Pain“ leitet in düsterer Melancholie über, zu „Tomorrow’s Past“, dem Höhepunkt des Albums. Der Titel ist bereits ein Paradoxon. Die Stimmung nicht einmal so düster. Mit versöhnlicher Gelassenheit berichtet Adrian vom Aufbruch aus einer verlorenen Welt. Dann der Chorus, eine unglaubliche Hymne und dann die Worte … so we dance, to forget about the shadows. So deep the pain inside. So pale the fading light...
“Hurt people hurt people” erzählt vom Verletzen und Verletztwerden. Eher tanzbar als bewegend. „Dead to me“ bewegt sich in eine geradezu apokalyptische Richtung. Schuld, Angst, Im Stich lassen.
Zum Finale “iamnowhere”, eine ziemlich leise Ballade, die nicht so tief geht.
Nach ca. 30 Minuten ist die EP zu Ende. Das Album ist an Halloween erschienen und sollte in keinem Fall übersehen werden.
