Eine entspannte Shopping-Tour durch Koblenz ist seit ein paar Wochen nicht mehr wirklich richtig möglich, denn eins fällt beim Bummeln durch die Einkaufsstraßen und die Altstadt auf: Leerstand macht sich breit. Die Corona-Krise und die Auswirkungen des Krieges schlagen sich im Einzelhandel nieder. Alteingesessene Geschäfte, die teilweise 40 und mehr Jahre in Koblenz ansässig waren, müssen schließen. Mittlerweile hängen gefühlt in jedem 4. Geschäft die Räumungsverkaufsschilder in den Schaufenstern.
Onlinehandel und Billigläden verändern nach und nach das Stadtbild
Das ich viel seltener shoppen gehe als früher liegt daran, dass ich einfach seit 8 Jahren Kleiderfasten mache. Klamotten also einfach nur noch tausche oder in Secondhandläden kaufe. Zudem bin ich auch echt nicht so die Shopping-Queen. Allerdings treibt es mich dann doch ab und an mal in die Stadt und dann bin ich immer wieder geschockt welche Läden jetzt schon wieder zu und wie viele Ramschläden neu aufgemacht haben. Da hängen dann Klamotten auf der Stange vor der Tür, die aus 100% Polyester bestehen, aber dafür auch nur 10€ das Stück kosten. Schweiß- und Fußgeruch inklusive! Und neben diesen Läden gerne viele Nagelstudios, Dönerläden und Leerstände. Am Samstag bereichert Lukas Podolski uns dann auch endlich mit der Eröffnung seines eigenen Dönerladens in der Koblenzer Altstadt. Wir haben ja echt noch nicht genug davon!
Was können wir denn gegen das Ladensterben tun?
Ganz einfach: Kauft doch einfach mal wieder analog ein. Damit meine ich vor Ort beim ansässigen Einzelhändler und nicht beim großen A und Co. Bei der Generation Z habe ich allerdings manchmal richtig Sorge, dass die gar nicht mehr wissen, wie Einkaufen geht. Also so rein in das Geschäft, Klamotten anprobieren, zur Kasse gehen, bezahlen und dann mit Tüte rausspazieren. Irgendwie auch verständlich, weil es ja so einfach ist von der Couch aus alles nach Hause kommen zu lassen und bei Nichtgefallen den ganzen Kram einfach wieder zurückzuschicken. Mein nachhaltiges Herz bekommt da immer einen kleinen Herzinfarkt. Also traut euch doch einfach mal wieder rein in die Koblenzer Geschäfte. Da könnt ihr richtig tolle Läden entdecken, wie zum Beispiel einen Karamellladen, eine Gewürzmanufaktur, einen regionalen Buchladen oder auch einfach nur ein ganz normales Schuhgeschäft.
#rettetdenEinzelhandel
