Seit ein paar Wochen kann man einen Teilabschnitt der Rheinanlagen nicht mehr begehen, da dort die Bauarbeiten für die neue Pfaffendorfer Brücke angefangen haben. Das wird auch während der kompletten fünfjährigen Bauzeit so bleiben, da die Gefahr der Verletzung durch Unebenheiten, durch abgestellte Baumaterialien oder durch Gerätschaften besteht. Also alles eigentlich nur zum Schutz der Bürger bzw. Touris und irgendwie auch verständlich. Denn wir wissen ja, wenn hier dann doch mal was passiert ist das Geschreie groß. Aber wer den Koblenzer kennt, der weiß auch, dass das irgendwie nicht gut gehen kann. Und am Wochenenden war es dann auch so weit: Es gab Randale und Bambule in den Rheinanlagen. Da wurden mehrere Bauzäune verbogen und umgeschmissen, um den versperrten Weg freizulegen.
Kurze Info zur Bauphase
In den nächsten 5 Jahren wird nun endlich die die neue Pfaffendorfer Brücke gebaut. Gut, in einigen chinesischen Städten dauert das 5 Tage, bei uns eben 5 Jahre. Daran ist aber nicht mehr zu rütteln und es ist auch verständlich, dass um die Baustelle herum dann Bauzäune aufgestellt werden um vor Gefahren aber auch vor Diebstahl zu schützen. Manche Leute könne ja gefühlt alles gebrauchen.
Deshalb werden die Spaziergänger/Fahrradfahrer über den Vorplatz der Rhein-Mosel-Halle gelotst, haben dann aber die Möglichkeit durch das Schloss hindurch zu gehen(was ja auch seinen Charme hat) um wieder in die Rheinanalgen zurück zu gelangen. Das ist ein Zeitverlust von ca. 5 Minuten. Zu viel für den ein oder anderen mit kurzer Zündschnur. Da wird dann lieber fremdes Eigentum zerstört nach dem Motto: „Aus dem Weg, ich zahl hier ja Steuern!“ Ich bin es so leid…diese Verhalten ist so peinlich und nervt.
Die Altstädter müssen schon länger mit Vandalismus leben
Auf der Facebook-Seite von „Koblenz baut“ gab’s dann die große Ankündigung von „kompromisslosen Anzeigen bei der Polizei und verstärkten Kontrollen“. Uuuuhhhh. Ernsthaft? Und in der Altstadt ist das seit Jahren nicht mal möglich? Da sieht es jedes Wochenende aus, als ob ein Krieg ausgebrochen wäre. Glasflaschen, Müll und manchmal auch Menschen fliegen und liegen unkontrolliert in der gesamten Altstadt rum und es verbessert sich einfach gar nichts an der Situation. Die Altstädter, die sonntags morgens Brötchen kaufen wollen, müssen sich teilweise erst mal einen Weg durch die Überreste der letzten Nacht kämpfen. Da sollte es mal „kompromisslose Anzeigen“ und „verstärkte Kontrollen“ geben.
Schauen wir mal wie lange das in den Rheinanlagen durchgezogen wird, oder ob es nächstes Jahr einfach schon gar keine Bauzäune mehr gibt, weil man auch da einfach irgendwann aufgegeben hat.
