Mein Chef war letzte Woche im Industriegebiet eine Currywurst mit Pommes essen. Dazu gab es noch extra Mayo und ne Cola und damit lag er dann auch schon bei stolzen 12,20€. Dieser Umstand hat ihn so erschüttert, dass er mir direkt eine Nachricht geschickt hat, mit der Bitte doch mal eine Currywurst-Kolumne zu schreiben. Und die bekommst du natürlich auch sofort lieber Burkhard. Obwohl ich ganz ehrlich gestehen muss, dass man für Tierleichen eigentlich nicht genug zahlen kann. #govegan
Die Manta-Platte kostet mittlerweile in vielen Städten über 10 Euro
Damit liegt die Industriegebiet-Currywurstpommes mit 8,50€ eigentlich noch im unteren Bereich. In diesem Fall waren das 4,70€ für die Wurst und 3,80€ für ein paar Pommes dazu. Ich komme noch aus Zeiten, wo eine Portion Pommes 1,50€, maximal 2 Euronen gekostet hat. Und Mayo und Ketchup gab es sowieso fast immer für umme oben drauf. Mittlerweile scheint sich der Preis aber anscheinend überall verdoppelt zu haben. Das liegt natürlich, wie bei allen anderen Dingen momentan, an den gestiegenen Preisen für die ganzen Rohstoffe. Wir erinnern uns an Zeiten, in denen eine Flasche Sonnenblumenöl auch schon mal gegen eine Niere eingetauscht wurde. Und die braucht man als Pommesfritierer ja mal ganz dringen. Also die Flasche Sonnenbumenöl, nicht die Niere. Die kann man bestimmt auch durch Nierengulasch ersetzen.
Diese Zeiten sind zwar nicht mehr ganz so krass, aber wieso sollte man als Imbissinhaber denn auch die Kosten wieder an die aktuelle Lage angleichen? An die utopischen Preise haben sich mittlerweile sowieso alle gewöhnt, wäre man ja schön doof jetzt wieder damit runter zu gehen.
Schwimmbadpommes sind und bleiben trotzdem unbezahlbar
Und die dürfen dann auch ausnahmsweise mal etwas mehr als 2 Euro kosten. Außerdem ist die Schwimmbadsaison jetzt erstmal wieder vorbei und der „Kraftriegel des Facharbeiters“ (wie unser Exkanzler Gerhard Schröder so liebevoll über die Currywurst sagte) auch nicht der gesündeste Snack. Daher gar nicht so wild, dass diese Dinge nicht mehr so günstig sind wie früher. Dann konsumieren wir automatisch weniger davon. Und da passt doch mein Lieblingsspruch als Abschluss ziemlich gut dazu: „Wer andern eine Bratwurst brät, hat selbst ein Bratwurstbratgerät“.
#GutenHunger
