Heute ist der 31. Oktober und wir feiern: Genau, den Reformationstag! Hä? Ja, Kinder ich komme noch aus einem Zeitalter, da gab es zwar grade schon so Kürbisse, aber wir haben kein Halloween gefeiert. Und vor allem sind wir nicht von Haus zu Haus gezogen und haben bei den Nachbarn Süßigkeiten eingefordert. Wenn ich das so aufschreibe, erscheint mir das auch ziemlich unverschämt. Vor allem sind glaube ich auch nicht alle Nachbarn so im Thema drin, wie das sich das einige vorstellen. Und so wie wir das aus amerikanischen Filmen kennen, dass Kinder durch große Siedlungen streifen und von Haus zu Haus ziehen (wo dann auch höchstens eine Familie drin wohnt), ist das bei uns mancherorts mit den Mietshäusern gar nicht machbar. Ich habe mir die letzten Jahre nie Gedanken darüber gemacht, weil ich es schon immer etwas creepy fand, dass dieser Trend so zu uns rüber geschwabbt ist, aber dieses Jahr konnte man sich dem Thema ja überhaupt nicht mehr entziehen.
Doppelmoral am 31. Oktober
Die Supermärkte sind ja mittlerweile auch bestens ausgelegt auf die Süßigkeitenabstauberei. Das ganze Jahr über predigen Eltern und (Zahn)Ärzte, dass Zucker wirklich super schlecht für die Zähne und auch für den Rest des Körpers ist. Am 31. Oktober werfen wir diese Mahnungen dann aber alle über Board und decken die kleinen Monster auch noch selbst mit den Zuckerbomben ein? Was ist das denn für eine Doppelmoral? Ich will ja echt keine Spielverderberin sein, aber ich verstehe die Intention von Halloween nicht so ganz…man möge mich bitte aufklären!
Ich bin bestens ausgerüstet mit „besonderen“ Süßigkeiten
Ich habe mich allerdings auch vorbereitet: Hier gibt es Mon Chérie (ja, ich habe alle 7 Packungen die schon seit Jahren in Deutschland immer wieder weiter verschenkt werden zusammen getragen), jede Menge gesundes Obst und Gemüsesticks und für die Hipsterkinder ein paar Rosenkohlbällchen am Stiel, die ich vorher in Schokolade getunkt habe. Mal schauen wie das bei den Kids ankommt.
#Halloweenistcreepy
