Wenn die Top Ten der besten Rocksänger aufgerufen wird, darf einer never ever fehlen: Paul Rodgers. Der Rolling Stone setzte ihn nur auf Platz 55 der besten 100 Sänger aller Zeiten. Ein schlechter Scherz. Sonntagmorgen 6 Uhr. Durch das Haus dröhnt es:
I've got dreams, dreams to remember. Listen honey (I've got dreams). Rough dreams to remember (dreams to remember).
Willy, mein Kater, sitzt ungerührt vor meinem Bett und erfreut sich daran, wie ich aus dem Schlaf gerissen werde.
Was ist los. Blödmann?
Ich habe unser Album The Royal Sessions von Paul Rodgers im Schrank gefunden und I've Got Dreams to Remember ist mein absoluter Favorit.
Da ist eine gute Wahl, Miezekatze.
Ich erhebe mich und koche mir einen Espresso.
Wir haben eines der seltenen Exemplare des Albums The Royal Sessions mit Paul Rodgers aus 2013 in unserer Sammlung. Das Album ist voll mit wunderbaren Interpretationen von alten Soul Klassikern u.A von Otis Redding (I’ve been loving you to long; That’s how strong my love is; I've Got Dreams to Remember) oder Sam & Dave. Allerfeinste Soulware.
Zurück zu Paul Rodgers. Geboren 1949 in Middlesbrough, England. Kein Poser wie Freddie Mercury oder Matt Bellamy. Eher ein ruhiger Zeitgenosse, aber gnadenlos guter Rocksänger.
Es dürften viele Zeitgenossen geben, die seine Stimme schon einmal gehört haben. Zumindest in dem Welthit All Right Now von 1970, der über die Jahre zum Mitgrölen festzelttauglich wurde. 1968 gründete Rodgers zusammen mit Simon Kirke (Drums), Paul Kossoff (Gitarre) und Andy Fraser (Bass) die Band Free. Zwei Jahre später schrieb Andy Fraser den Hit innerhalb von zehn Minuten aus Verärgerung wegen einem missglückten Auftritt. 1973 gab es mit Wishing Well noch einen Klassiker und nachdem Album Heartbreaker trennten sie sich.
Im gleichen Jahr gründete er mit Simon Kirke. Mick Ralphs und Boz Burrell die Band Bad Company. Aus der Zusammenarbeit resultieren einige guter Alben wie Bad Company oder Run with the pack. Der Titelsong Bad Company wurde erfolgreich gecovert von Five Fingers Death Punch. Ab 1980 dann die Solokarriere mit einer Vielzahl interessanter Alben.
Der großen Rockgemeinde begegnete er wieder, als es 2005 bis 2008 die Position des Leadsängers von Queen übernahm. Er machte nicht den Fehler, wie Freddie Mercury zu klingen. Er machte sein eigenes Ding und er machte es verdammt gut. Nachzuhören und zu sehen auf den veröffentlichen CD und Bluray.
