Vor 5 Tagen hat die WHO den globalen Corona-Notstand für beendet erklärt. Das klingt jetzt erst mal nach aufatmen und Freude. Allerdings frage ich mich, ob dadurch auch viele Dinge die man so zu schätzen gelernt hat, wieder rückgängig gemacht werden (und ich meine hiermit jetzt nicht die 1,5 Meter Körperabstand, die ich bei manchen Menschen gerne beibehalten würde). Ich meine damit z.B. Handtuchpapier und Seife in Schulen. Ich habe es tatsächlich geschafft eine komplette Schullaufbahn von der 1. bis zur 13. Klasse von Seife und Handtuchpapier verschont zu bleiben. Manchmal war sogar auch kein Toilettenpapier da und wenn dann nur das super-dünne Ökopapier, das man allerdings eher zum Holzabschleifen als zum Abwischen vom unteren Körperbereich verwenden sollte. Während der Coronazeit gab es plötzlich Seife, Papierhandtücher und Desinfektionsmittel in Schulen. Es warwie ein Segen! Aber wo kam das denn auf einmal her und warum ist dafür früher kein Geld da gewesen? Und wird es das auch in Zukunft noch geben weil Corona ja jetzt quasi rum ist ?
In Schulen herrscht absolute Armut
Aber nicht nur bei Seife und Handtuchpapier wird in Schulen gegeizt. Selbstverständliche Dinge wie Druckerpapier, Farbe, Kleber, Tesafilm etc. sind streng limitiert und müssen teilweise von den Lehrkräften selbst bezahlt werden. Da frage ich mich dann ernsthaft, ob da nicht auch die Unterrichtsqualität drunter leidet. Wie hoch ist die Motivation und wie prall der Geldbeutel der Lehrkräfte gefüllt, um noch zusätzliches Material anzuschaffen, oder anstatt einfach einem Blatt pro Schüler vielleicht sogar zwei Blätter auszudrucken? Warum sind manche Basics nicht standardmäßig ganz selbstverständlich kostenlos? Ich wusste das ehrlich gesagt bis vor ein paar Jahren gar nicht, dass Schulen so schlecht aufgestellt sind, was Anschaffung wie Material etc. angeht.
Overheadprojektoren vs. Whiteboards
Was es zumindest in einigen Schulen mittlerweile schon gibt sind neue Technikmodule wie Whiteboards oder „Computerräume“. Allerdings findet man auch immer noch die guten alten Overheadprojektoren, quasi die Kakerlaken unter der Schultechnik. Die würden auch noch den nächsten Krieg überleben und die Weltherrschaft an sich reißen. Trotzdem ist es wirklich traurig im Jahr 2023 miterleben zu müssen, dass für Bildung einfach kaum Geld da ist und es dann quasi jedem Lehrer überlassen ist, wie viel Geld er in seine Klasse investiert um einen attraktiven Unterricht zu gestalten. Denn bei der aktuellen Situation kann man auch nicht erwarten, dass das auch noch die Eltern übernehmen. Die müssen schließlich schon für Bücher, Schulmaterial, Sportkleidung und Malutensilien aufkommen. Ich finde generell sollte Bildung kostenfrei sein, auch über das Theoretische hinaus!
#safeourschools
