Heute wird es wieder archaisch: Peyton Parrish. Nach der Kolumne über das mongolische Metalwunder The Hu geht es geradewegs zu den Nordmännern: den Wikingern.

von Friedrich W. Dittmann

Keine Angst. Dem Kater und mir gehen die Ideen zu Weihnachtsgeschenken nicht aus. Heute wird es wieder archaisch: Peyton Parrish. Nach der Kolumne über das mongolische Metalwunder The Hu geht es geradewegs zu den Nordmännern: den Wikingern.

Willy, mein Kater, und ich sind Aficionados der Serie Vikings. Wer dem folgt, kann die Blu Rays getrost unter die Tanne legen. Erfolg bei dem Beschenkten ist garantiert. Schon die Musik im Intro mit den Unterwasserbildern bringt den Kater dazu, in senkrechter Haltung auf dem Sofa Platz zu nehmen. Wenn die Hörner erklingen, die Kerle bunt bemalt ihre Waffen einpacken und die handgemachten Schiffe mit den Drachenköpfen entern, sind wir mit Begeisterung dabei.

Willy schwärmt für die schöne Schildmaid Lagertha. Blonde Locken und tough ohne Ende. Ich mag den ruppigen Krieger Ragnar. Ein großer Anführer, der voranmarschiert und irgendwann am Tisch in der großen Halle von Walhalla bei den Göttern sitzen will.

Rund um die Wikingergeschichte hat sich eine passende Musik entwickelt. Und schon sind wir bei dem Mann, den wir heute vorstellen wollen, soweit ihr ihn nicht sowieso kennt: den Metal-Barden Peyton Parrish. Um sich ihm nähern, sollte man sich auf Youtube sejnen Beitrag For the Honor ansehen und anhören:

Die Stimme ganz großes Kino. Wie tiefes Reibeisen. Dazu ein fantastischer Sound mit tiefen Trommeln. Der Mann mit langem Bart, Gesichtsbemalung und grimmigen Gesichtsausdruck.

Ready and gather all our strength. The night has come of soaring reigns. For the honour, have no fear, we shall withstand this night of war. Ready and gather all our strength. The night has come of soaring reigns. For the honour, have no fear. We shall withstand this night of war

Feiner Wikinger-Metall, der zum Träumen verleitet. Der Mann kann auch sehr gut growlen.

Peyton Parrish wurde 1996 in Washington in den Vereinigten Staaten geboren.  Seine Musikkariere startete er mit 16 Jahren 2012. Er richtete sich einen YouTube Kanal ein und veröffentliche 2016 sein erstes Video. Die große Karriere kam 2020 mit dem Cover von My mother told me, bekannt aus der Serie Vikings. 2022 das erste Album Rise of Vikings. Damit eroberte er sich auf alle Fälle den Platz in Walhalla. 2023 das Album Skalds of Metal. Das coole Video God of War zusammen mit der deutschen Mittelalter Band Saltatio Mortis ist ein Genuss. Mehr als 3 Millionen Follower verfolgen seine Musik in den sozialen Medien.

In Deutschland stellte er sich dieses Jahr auf dem Wacken Festival vor und er wird nächstes Jahr mit seiner Band hier auf Tour gehen.

Leute lernt den Mann mit seinen wuchtigen Metal-Songs in Wikinger-Ästhetik kennen. Es lohnt sich.