Willy, mein Kater, und ich goutieren seit vielen Jahren gerne die Klassiker des Hard Rock. Deep Purple, Uriah Heep, Black Sabbath u.v.a. Es muss nicht immer Dark Metal, Punk oder Grunge sein. Es lebe die Abwechslung, obwohl wir beide eigentlich Gewohnheitstiere sind. Dem Kater braucht auch man nicht mit veganer Ernährung und Hafermilch zu kommen. Brekkies und frische Leber sind angesagt.
Heute also eine Combo, die in der Tradition der besagten Bands steht: Die Grand Magus. Die Männer kommen aus Stockholm und musizieren seit 1996 zusammen. Kopf der 3 Mann Combo ist der Sänger und Gitarrist „JB“ Christoffersson. Am Bass steht Mats Fox Hedén Skinner und Drummer ist Ludwig Witt. 2001 das erste Album „Rise Above“, dem im 2-3 Jahrestakt weitere folgten. In den deutschen Charts tauchten sie 2019 mit dem Album „Hammer of the North“ auf. Auch die nachfolgenden Alben erreichten gute Chartpositionen. Der Metal Hammer kürte einige der Alben zum Album des Monats.
Im Oktober 2024 haben sie ihr aktuelles Album Sunraven veröffentlicht, mit durchgehend bestem Hard Rock. Der Metal Hammer machte es zum Album des Monats November. „Sunraven“ ist ein Konzeptalbum, das auf das epische Heldengedicht Beowulf zurückgreift, speziell dessen Schlacht gegen Grendel.
Insgesamt 9 starke Songs, wobei die ersten fünf überragend sind. Der Rest fällt etwas ab, ohne die Spannung zu verlieren.
Christoffersson ist kein Ian Gillan, Bernie Shaw oder Ozzy Osbourne, aber gleichwohl ein guter Sänger. Auch die Gitarrenarbeit ist absolut solide, auch wenn er nicht an Tony Iommi oder Ritchie Blackmore ganz heranreicht.
Mit „Skybound“ geht das Album gleich zur Sache. Starke Riffs und für heutige Verhältnisse ungewohnte ausgedehnte Gitarrensoli. Die Gitarrensoli sind durchgehend auf der ganzen Scheibe absolut Old School. Wir wissen das sehr zu schätzen.
Mit „The Wheel of Pain“ folgt der nächste Knaller. Hart und konsequent mit starken Riffs und feinem Chorus.
Der Titeltrack „Sunraven“ steht dem in nichts nach.
Höhepunkt des Albums sind die Songs „Winter Storm“ und „The Black Lake“, die beide uneingeschränkt mit ihren Riffs überzeugen.
Mit „Hour of the Wolf“ kommt die einzige Uptempo-Nummer des Weges. Zum Schluß „Grendel“ „To Heorot“ und „The End belongs to you”.
Insgesamt eine absolut hörenswerte Scheibe, die die Zielgruppe in jeder Hinsicht überzeugen wird.
