Es ist an der Zeit, sich dem alten Kumpel und Gitarristen von Ozzy Osbourne zu widmen: Zakk Wylde und seiner geilen Band Black Label Society.

von Friedrich W. Dittmann

Es ist an der Zeit, sich dem alten Kumpel und Gitarristen von Ozzy Osbourne zu widmen: Zakk Wylde und seiner geilen Band Black Label Society.

Die Band wurde 1998 gegründet, nachdem Ozzy eine längere Pause einlegen wollte. Die Stilrichtung geht in Heavy Metal und Southern Metal

Barcelona, Sala Barts im Jahre 2016. Da steht er auf der Bühne. Baumlang, ein Hüne. Oberarme wie ein Gewichtheber. Ein Kerl halt. Lange Haare bis tief in den Rücken, Vollbart wie ein hundertjähriger Ziegenbock. Rockerjacke mit abgeschnittenen Ärmeln. Rechts und links an den Handgelenken Schweißbänder. Finsterer Blick.

Über seinen Schultern die klassische Flying V Gitarre. Offenbar aufgedreht bis zum Anschlag.

Willy, mein Kater, und ich sind bei YouTube eingecheckt und verfolgen gebannt das Soundgewitter. Mit schnellen Fingern holt er alles aus Fidel raus. Das Ding kreischt und jault. Wir sind total entzückt.

Nach elf Minuten fällt dem Kerl ein, dass vor ihm ein Mikro steht und man auch singen könnte. Und wie. Totaler Widerspruch. Sanft wie mein Kater Willy, wenn er auf Droge ist. Bemerkenswert und bewegend zugleich, was er mit ruhiger Stimme vorträgt:

Oh, I can see you smile, can you see my tears? I reach to hold you, but you ain't there. You left a hole so big, Lord, beyond repair. I try to find forgiveness in talkin' what we'll never share.

An' all you touch. An' all you knew. An' all you love. You just left 'em with nothing to say.
Ooh, you're just throwin' it all away. Ooh-no, you didn't care to see the light of day. Ooh you're just throwin' it all away
Like the sand upon the shore, your crashing waves came took you away.

„Kaum zu glauben, dass man mit dem Kerl so umgeht“, meint der Kater.

Wir sind jedenfalls der Meinung, dass man sich mit der Band befassen sollte.

Wenn man Lust auf noch ein Mammutstück mit langem Solo und tollem Gesang hat, hier ist der Tipp: In this river, auch auf YouTube.