Jim Morrison, der charismatische Frontmann der Doors, wird 52 Jahre nach seinem Tod weiterhin gefeiert. Bekannt für seine provokativen Texte und Bühnenexzesse, hinterließ er einen unauslöschlichen Einfluss in der Rockmusik.

von Friedrich W. Dittmann

Was haben Jimi Hendrix, Brian Jones, Kurt Cobain, Amy Winehouse, Janis Joplin und Jim Morrison gemeinsam? Willy, mein Kater, ist zwar noch verschlafen. Die Frage kann er ohne nachzudenken beantworten: Die haben alle den Löffel mit 27 Jahren abgegeben.

Der größte Verlust für uns beide ist Jim Morrison. Am 3. Juli jährte sich der Todestag von Jim Morrison zum 52ten mal.  Ihm gehört das wohl am häufigsten besuchte Grab auf dem Cimetière du Père-Lachaise in Paris. Wenn Willy und ich gelegentlich in Paris sind, schauen wir immer wieder mal vorbei.

Jim Morrison gründete zusammen mit Keyboarder Ray Manzarek 1965 in Los Angeles die Doors, die in den 1960er und 1970er Jahren weltweit große Bekanntheit erlangten.  Mitstreiter waren der Gitarrist Robby Krieger und der Schlagzeuger John Densmore. Der Name hatte seinen Ursprung in einer Zeile aus einem Gedicht von William Blake

Im Universum gibt es bekannte und unbekannte Dinge und zwischen ihnen liegen Türen

Jim Morrison war nicht nur ein charismatischer Sänger, der regelmäßig mit seinen provokativen Texten und unberechenbaren Bühnenexzessen die Aufmerksamkeit auf sich zog, sondern auch Symbolfigur der rebellischen Jugendbewegung der 1960er Jahre.

Die Doors kreierten einen einzigartigen Sound, der Elemente aus Rock, Blues und Psychedelic miteinander verband. Ihre Alben sind Klassiker der Rockgeschichte. Sie hatten zahlreiche Single-Hits mit wie "Light My Fire", "Riders on the Storm" und "Break on through)" uva.

Wir sind uns nicht sicher, ob die Doors noch so gegenwärtig wären, gäbe es nicht den einzigartigen Film Apokalypse now und den Jahrhundertsong The End. 1979 kam der Antikriegsfilm von Francis Ford Coppola, der in Anbetracht aktueller Ereignisse nichts an seiner Faszination verloren hat. Am Anfang und Ende erklingt die Stimme von Jim Morrison.

This is the end beautiful friend. This is the end my only friend, the end… Lost in a Roman wilderness of pain and all the children are insane. All the children are insane. Waiting for the summer rain… 

Über 12 Minuten zieht sich das epische Werk. Man sollte sich die Zeit nehmen, den Song und Text in sich aufzunehmen. Am besten auch den Film streamen.

Ein Verkaufsschlager wurde The End nie. Dafür war der Song zu lang und die amerikanischen Sender bekamen Schnappatmung wegen der Zeile: Father I kill you. Die Rezensenten sinnierten über einen Ödipuskomplex. In Wahrheit hat Morrison das Lied für eine verlorene Liebschaft geschrieben.

Aus dem Land nach Frankreich getrieben hat Morrison die öffentliche Schlammschlacht mit der Presse, die an seinem Status der Lichtgestalt rüttelte.  Anbetracht der Anfeindungen verließ er 1971 die Band und zog nach Paris, wo er am 03.07.71 Opfer seiner Heroinsucht und Alkoholkonsums wurde.