Spot an auf den einen, wenn nicht der Giganten an der Gitarre: Joe Bonamassa. Er hat es verdient.

von Friedrich W. Dittmann

Frühmorgens steht meinem Kater der Sinn nach Sloe Gin.

> Katzen bekommen bei mir keinen Alkohol, dazu gehört auch Schlehenlikör <

> Du hast mal wieder keine Ahnung, alter Mann. Ich meine Sloe Gin von Joe Bonamassa.

Willy, meinem Kater, und mir würde im Traum nicht einfallen, bescheuerte Eulen nach Athen zu tragen. Wäre uns viel zu mühselig, also lassen wir es einfach so raus: Joe Bonamassa ist für uns an der elektrischen Fidel, auch Gitarre genannt, der Beste. Selbst Slowhand Clapton ist dagegen eine Wurst. Zumindest gilt das für Blues-Rock.

Wir sind seit Jahren schockverliebt in die Blu-ray zum Konzert vom 04.05.2009 in der Royal Albert Hall. Insbesondere das Drama Extended bei dem Stück Sloe Gin. Der Kerl kann nicht nur Gitarre spielen, der kann auch noch gut singen.

> Sloe Gin, Sloe Gin. Tryin’ to wash away the pain inside. Well I’m sick and I’m all done in.And I’m standing in the rain. And I feel like I’m gonna cry <

Todtraurig, aber bei Joe Bonamassa kommt das nicht so rüber. Ist nicht seine DNA. Der Sportsfreund ist supercool.

Joseph Leonard „Joe“ Bonamassa wurde am 8. Mai 1977 in New Hartford, New York, geboren. Mit Gitarren kam er schon als Kind in Berührung. Sein Vater besaß einen Gitarrenladen und er war ein gelehriger Schüler. Auf die Weise entwickelte er sich zu einem Giganten des Blues-Rock, mit einer hohen Zahl am erfolgreichen Alben. Unser Ding ist die „Live from the Royal Albert Hall“.

Es beginnt schon vielversprechend mit „Django“ und „The Ballad of John Henry“, gefolgt von jeder Menge bester Song Ware.

Absolut irre ist der letzte Song im Set. Der Vogel schnappt sich die Flying V Gitarre -die mit den zwei Schwalbenschwänzen- und beginnt mit furiosem Gitarrenspiel. „Just got paid“ nennt sich das gute Stück. Knallharte Gitarrenriffs und -läufe, dazu ein butterweicher Gesang und als Höhepunkt wunderbare Solozitate aus Led Zeppelins „Dazed and confused“ und „How many more Times“. Der absolute Hammer. Kater und Kolumnist rasten regelmäßig aus.

Und als erste Zugabe „Mountain Time“. Gitarre und Gesang, einfach nur schön. Das letzte Lied ist ein klassischer 12-Bar-Blues. Darüber kann man getrost ein Ei schlagen.

Joe Bonamassa wird im Rahmen seiner Tour 2026 wieder in die bunte Republik kommen und wir sind dabei. Keine Frage.