Ein legendärer Abend in der Merkur Spiel-Arena in Düsseldorf, der trotz widriger Umstände lange in Erinnerung bleiben wird: Linkin Park.

von Friedrich W. Dittmann

Seit dem Lifestream FROM ZERO am 06.09.24 ist Willy, mein Kater, am Drängeln und will die Combo live sehen. Ein nachvollziehbarer Wunsch.

Endlich war es soweit. Nach monatelangem Warten das Konzert mit Linkin Park in Düsseldorf. Wir schnappten uns unsere Königin und starteten bei knapp 40 Grad die Reise. Da alles ausverkauft war, hatten wir uns VIP-Tickets gegönnt. Unserem Wunsch, geschmeidig mit dem PKW auf den Parkplatz P7 zu kommen, wurde eine jähes Ende bereitet. Der Eingang war geschlossen. Wir waren nahezu 3 Stunden unterwegs, bis wir vor dem Eingang standen, nur um zu hören, dass alles voll war. Willy, mein Kater, war inzwischen lautstark am Maulen und wollte wieder nach Hause.

Um 20:30 waren wir endlich auf unseren Plätzen angekommen. Verschwitzt und dehydriert. Eine sehr bescheidene Organisation.

Die Vorgruppe, The Architects, die wir unbedingt hören wollten, hatte bereits fertig.

Der Rest des Abends war dann einfach nur noch genial. Um 20 vor 9 ein Countdown von 10 Minuten auf einer großen Uhr, mehrere heftige Donnerschläge, kurzes Anspielen von „Castle of Glass“ und ab ging die Post.

Was wurde nicht alles geunkt, „Ohne Chester Bennington ist sowieso alles Scheiße“, „Emily Armstrong ist Scientologin“. Alles Quatsch: Die Frau hat eine einmalige Bühnenpräsenz, eine tolle Stimme und super Moves. Selbst der bunte Lidl-Jogginganzug für 19.95 €, den sie bei „Two Faced“ anhatte, förderte sogar noch das Gesamtbild. Der Lidl-Onlineshop hat sich am nächsten Tag nicht von Bestellungen retten können.

Der Einstieg mit „Somewhere I belong“ und „Cut the Bridge”. Schon bei den ersten Tönen von „Crawling“ startete die Meute durch. 45.000 Menschen sangen textsicher mit.

Als die „Emptiness Machine“ erklang, schnappte der Kater endgültig über und wollte am Liebsten auf die Bühne stürmen. Die blonde Dame hatte es ihm angetan.

Und Mike Shinoda. Ihm war sichtlich anzumerken, dass er glücklich war. Er scherzte mit dem Publikum auf Deutsch (Pizza und Schnitzel). Man gönnte es ihm von Herzen nach den entbehrungsreichen sieben Jahren nach Chesters Tod. Mike beim Rappen zuzuhören, war ein Genuss.

Besonders schön auch „The Catalyst” und die emotionalen Momente bei „Lost“ und „Where‘d you go“.

22 Songs, dann war nach über 2 Stunden erst einmal Schluss. Niemand wäre nach Hause gegangen ohne eine Zugabe. Es wurden vier, wobei „Heavy ist he Crown“ vom neuen Album besonders geil war.