Willy, mein Kater, ist nicht nur gefräßig, sondern gelegentlich auch äußerst ungeduldig.
> Wurde auch Zeit, dass Chris Harms mit seinen Mannen endlich mit Nummer 3 ihrer Ovps Noir Trilogie um die Ecke kommen <
> Ist schon gut Mieze. Das Warten hat sich doch gelohnt <
In der Tat ist das Album sehr gelungen. Ein Genuss für alle Freunde des düsteren Gothic, zu denen wir auch schon lange zählen. Wie zu erwarten war, streiten wir über die Frage, welches das Beste der Alben sei. Wir geben es irgendwann dran und verständigen uns darauf, dass alle Drei gut sind und besondere Songs beinhalten.
Nr. 3 hat wieder 11 neue Songs und geht bereits sehr gut mit „Kill the Lights“ an den Start. Ein erhabenes Intro, das ein wenig nach Filmmusik klingt und dann geht die Post ab, inclusive einer kurzen Growleinlage von Chris Harms.
Der nächste Song dürfte mit seinem eingängigen Chorus bei zukünftigen Live Auftritten mit dabei sein. „I’m a Diamant, I’m unbreakable“ wird zudem von Alea dem Bescheidenen, Sänger von Saltatio Mortis, veredelt. Ein herrliches Duo Harms/Alea.
„My Funeral“ und „I hate People“ sind gut, aber nicht überragend.
Der erste Höhepunkt ist für uns „The Shadows within”. Durchgehend in Strophe und Chorus eine sehr schöne Melodie.
Das finstere “La Vie est Hell” ist eine Anlehnung an Charles Baudelaire’s „Les Fleur du Mal“. Eine Ode an die Trostlosigkeit. Mit dabei Hannes Braun von Kissin‘ Dynamite.
„Les Fleur du mal“ mit unserem Lieblingsgedicht „An eine, die vorüberging“:
> Dich hätte ich geliebt – dich die’s erkannt <
> Gib nicht so mit deinen Gedichtskenntnissen an, Alter Mann < mault der Kater.
Über “Square one” geht es justament zum großartigen Finale des Albums.
“When did the Love break” ist ein feines Duett zusammen mit Ambre Vourvahis von Xandria.
Danach “Your Love ist colder than Death”, wozu der Fellträger sich bemüßigt sieht, zu bemerken:
> Das könnte man gelegentlich seiner Liebsten antragen <
> In der Tat, mon ami. Wenn man lebensmüde ist <
“Take me far away”, gesungen mit Damian Edwards von Cats in Space, überzeugt durch seinen genialen Chorus. Hoch emotional.
„The Days of our Lives” dient als Epilog und hat durchaus die Bewertung “Schönster Song des Albums“ verdient.
Insgesamt kann die Empfehlung nur lauten: Alle drei Alben kaufen. Es lohnt sich.
