Heute begeben wir uns wieder einmal in die Gothic-Szene und speziell zu den Dauergästen des M’era Luna Festivals: Mono Inc.

von Friedrich W. Dittmann

Neulich beim Frühstück kam Willy, mein Kater, auf M‘era Luna zu sprechen:

Reisen wir dieses Jahr im August wieder nach Hildesheim zum M‘era Luna Festival?

Von mir aus gern. Ist ja eins unserer Lieblingsfestivals. Aber mit dir ist Autofahren ziemlich stressig.

Stell dich nicht so an, Alter Mann.

Zurzeit ist Mono Inc. aber noch nicht im Lineup zu finden

Das scheint den Kater erst mal nicht zu stören, zumal Katha Mia, für die er früher geschwärmt hatte, sich vor einiger Zeit eine Glatze zugelegt hat.

Das sieht ziemlich doof aus. Auch wenn sie immer noch so schön wie eine Nachtigall singt

Da konnte ich dem Stubentiger in beidem nicht widersprechen.

Zurück zur Band:

Mono Inc. ist eine deutsche Gothic-Rock-Band, die im Jahr 2000 gegründet wurde. Die Musik ist düster, oft mit melancholischen Melodien und emotionalen Texten. In der Bühnenshow und in den Texten taucht häufig der in der Mythologie berühmte schwarze Rabe auf.

Kopf und Gründer ist der Sänger Martin Engler, ein pummeliger kleiner Mann mit einem Haarsträußchen auf dem Kopf. Seine Freundin Katha Mia, über die sich der Kater schon ausgelassen hat, spielt die Drums. Dazu Carl Fornia (Bruder von Engler) an der Gitarre und Manuel Antoni (seit 2022 Val Perun) am Bass.

Seit 2003 haben sie 12 Alben veröffentlich. Der Durchbruch gelang 2009 mit dem Album Voices of Doom. Der Bekanntheitsgrad stieg in der Folge insbesondere durch die Tour zusammen mit Unheilig. Die Charterfolge begannen 2018 mit dem Album Welcome to Hell, gingen weiter mit The Book of Fire (2020) bis 2023 mit Ravenblack.

Mono Inc. haben keine Ausnahmeinstrumentalisten und Engler ist kein besonders charismatischer Sänger. Die Band wirkt als Gesamtkonzept mit guten Songs und einem emotionalen Stimmungsbild.

Wer das nicht glaubt, mag sich auf YouTube den Song An klaren Tagen, von dem Soundtrack zu Til Schweigers Film Honig im Kopf (2015) anhören.

An klaren Tagen träum ich nochmal von daheim. Und der alten Zeit. Und an anderen Tagen sitze ich allein in einem Stuhl. Soll das Leben sein?

Eine bewegende Auseinandersetzung mit dem Thema Demenz.

Siebenmal M‘era Luna beweisen ihre Akzeptanz in der Gothicgemeinde. Children oft the Dark, Voices of doom und Arabia sind nur einige Beispiele ihrer Festivalhits. Unbedingt einmal ansehen und anhören.