Willy, mein Kater, und ich sind aus dem Urlaub vom Meer zurück. Der Kater hat sich bestens amüsiert und wollte gar nicht zurück. Allein sein roter Fressnapf mit den bunten Mäusen fehlte ihm.
Es gab eine Menge Eindrücke, u. a. auch von Wacken. Dimmu Borgir und Wind Rose sind hängen geblieben und werden noch Gegenstand von Kolumnen sein.
Auf dem Heimweg vertraute Klänge aus dem Radio. Die alten Raben fliegen wieder. Die neue Scheibe von Mono Inc mit dem wenig „überraschenden“ Titel: Darkness. O Wunder: Martin Engler hat noch immer die gleiche monotone Stimme, nur sein Haar ist noch lichter und seine Gedanken noch finsterer. Sein Bruder Carl spielt den gleichen Gitarrensound. Ilja John Lappin ist als Bassist dieses Jahr neu mit dabei. Und Katia Mia, die Drummerin, ist immer noch hübsch, aber nur wenn man die Glatze wegdenkt, meint der Kater. Trotzdem bleibt festzustellen: Das neue Album gefällt uns gut.
Als erstes hat uns „Abendrot“ angesprungen. Aber es wimmelt nur so von hymnenlastigen Songs, wie der Ttelsong, die Singleauskoppelung „Lost in Pain“, „The dark side of the sun“, „We were young“ und „Ravenheart“. Unser Spotlight liegt allerdings auf drei anmutigeren Liedern. Allen voran „Nothing I regret“ Gerade mal 58 Jahre alt, philosophiert Martin Engler über das Finale:
> My aging heart is beating still, but I can see the end in those receding memories of mine. No everlasting boyhood and no everlasting brains, but soon I will be losing track of time <
> Obwohl er jünger ist als du, alter Mann, ist Engler schon so reflektiert <
> Du Esel, ich bin noch viel zu vital, um den Löffel abzugeben. Pass auf, was du von dir gibst. Du mit deinen sieben Leben <
> Falsch. Ich habe neun Leben <
> Von mir aus auch neun <
Angetan sind wir auch von „Dein Anker“. Schönes Piano-Intro und ein absolut bühnentauglicher Chorus.
> Und zieht die Flut dich raus aufs Meer und fällt der Kampf dir noch so schwer, wenn alles ausweglos erscheint, will ich dein Anker sein <
Martin Engler ist offenbar von seinem Helfersyndrom geleitet.
Last but not least der Song „Fly“. Es geht in den Lyrics um Selbstfindung, die in Tat wichtig ist.
Ein rundum gelungenes Album.
