Versorgung voraussichtlich bis zum Wochenende unterbrochen – Spezialverfahren „Molchen“ räumt Wasser aus dem Netz

Koblenz |

Kein Gas, keine warme Dusche: In Koblenz-Lützel bleibt bei rund 500 Haushalten die Gasversorgung für mehrere Tage abgeschaltet – mindestens bis zum kommenden Wochenende. Das teilten die Stadt und der Netzbetreiber Energienetze Mittelrhein (enm) mit. Der Energieversorger will den Betroffenen übergangsweise Möglichkeiten zum Warmduschen anbieten.

Das Wichtigste in Kürze
  • Wer ist betroffen? Etwa 500 Haushalte im Koblenzer Stadtteil Lützel.

  • Wie lange? Mehrere Tage, voraussichtlich bis zum Wochenende.

  • Warum? Wasser ist nach einem Wasserrohrbruch in eine darunterliegende Gasleitung eingedrungen.

  • Was passiert jetzt? Das Gasnetz wird mit dem Spezialverfahren „Molchen“ von Wasser befreit.

  • Unterstützung: Der Versorger organisiert Duschmöglichkeiten für Anwohnerinnen und Anwohner.

Hintergrund

Am vergangenen Samstag wurde bei einem Wasserrohrbruch die darunterliegende Gasleitung beschädigt. Dadurch gelangte Wasser ins verzweigte Gasnetz. Während der eigentliche Rohrbruch schnell behoben werden konnte, gestaltet sich das Absaugen und Trocknen der Gasleitungen deutlich aufwendiger – deshalb bleibt die Versorgung vorübergehend unterbrochen.

So läuft das „Molchen“-Verfahren

Beim Molchen wird ein sogenannter Molch – ein zylindrisches oder kugelförmiges Reinigungsgerät – durch die Leitung geschoben. Er nimmt Wasser auf, drückt Restmengen vor sich her und reinigt die Innenwände der Rohre. Das Verfahren kam bereits nach der Flutkatastrophe im Ahrtal erfolgreich zum Einsatz und gilt als besonders effektiv, wenn viel Wasser ins Gasnetz gelangt ist.

Hinweise für Betroffene
  • Heizung und Warmwasser bleiben in den betroffenen Gebäuden vorerst außer Betrieb.

  • Informationsschreiben und Aushänge vor Ort sollen über Duschangebote und den Fortschritt der Arbeiten informieren.

  • Nach erfolgreicher Trocknung und Sicherheitsprüfung wird die Wiederversorgung schrittweise aufgenommen.