Es ist an der Zeit, die Spotlights auf die progressive Macht des Metal aus Norwegen zu richten: Communic

von Friedrich W. Dittmann

Es ist an der Zeit, die Spotlights auf die progressive Macht des Metal aus Norwegen zu richten: Communic

Nachdem wir vorletzte Woche über Nightwish geschrieben haben, schlägt Willy, mein Kater, vor: Schreiben wir heute über Norwegen, Meister. Die Sonne schien ausnahmsweise und er war in bester Stimmung.

Hast wohl einen Clown gefrühstückt, Mieze?

Na gut, warum auch nicht. Dann befassen wir uns mit einer viel zu wenig beachteten Metalband, was jammerschade ist: Communic aus Norwegen. Sie fliegen immer ein wenig unter dem Radar.

Gegründet 2003 von vom Sänger und Gitarristen Oddleif Stensland. Mit dabei Erik Mortensen am Bass und Atjle Andersen an den Drums. 2005 kam noch der Keyboarder Peter Jensen für das Album und die Tour dazu. Später wurde er von Endre Kirkesola ersetzt.

Bereits das Debütalbum Conspiracy in Mind mit dem Ausnahmestück The Distance (unbedingt anhören) ist von außergewöhnlicher Qualität. Die Leser von Rock Hard hatten die Combo voll im Visier und wählten sie zu den Newcomern des Jahres. 2006 kam das zweite Album Waves Of Visual Decay (Album des Monats im Metal Hammer und Rock Hard). 2008 dann ein weiterer Favorit Payment Of Existence auf den Markt. Mit den zwei Alben etablierten sie sich in der Metalcommunity und der Festivalszene.

Um sich der Musik zu nähern, regen wir an sich das Titelstück und Raven’s Cry anzusehen (YouTube) und anzuhören. Oddleif Stensland ist nicht nur ein Ausnahmegitarrist, sondern vor allem ein toller Sänger. Er beginnt die Stücke indem er wie eine Nachtigall singt und steigert sich im Verlauf zum Berserker des Gesangs.

2011 The Bottom deep und 2017 Where Echoes gather waren gut, aber keine besondere Weiterentwicklung. Die kam dann 2019 mit dem fantastischen Album Hiding from the world.

Der Song Forgotten allerfeinste Ware, heben Kater und Kolumnist für knapp 10 Minuten voll aus dem Sattel. Oddleif Stensland beginnt wieder soft mit feiner Gitarre und mutiert dann wieder zum Metal-Berserker. Wunderbar

There have been years filled with grief. There have been years with no trace of hope in sight.
There have been years so full of hate. Years that will never be forgotten.

Das Ganze geht munter weiter mit dem ebenso fantastischen Song Born Without A Heart. Zarter Anfang und dann der Metal-Hammer und nochmal 10 Minuten.

Also Freunde der Sonne lasst euch die Herren nicht entgehen.