Die Metal-Szene in Deutschland ist in Bewegung. Wir reden über Robse dem Sänger, nach dem Weggang von Equilibrium.

von Friedrich W. Dittmann

Robert Dahn, genannt Robse, war von 2010 bist 2022 Sänger der bayrischen Band Equilibrium.

Equilibrium ist/war einer der Lieblings-Metal-Bands von Willy, meinem Kater, und mir. Niemand kann ich Deutschland so gut growlen wie Robse. Wer einmal auf einem Festival Equilibrium live mit ‚Karawane‘ gehört hat und an der Wall of Death teilgenommen hat, weiß wovon wir sprechen.

Robse lebt heute auf seinem Bauernhof in Brandenburg mit Katzen, Hunden, Schafen, Hühnern usw. Er hat allein fast ein Dutzend Katzen, wofür Willy ihn besonders schätzt.

Equilibrium haben zwischenzeitlich einen neuen Sänger. Fabio Getto kann vieles, aber eins kann er nicht, den charismatischen Robse ersetzen.

Das Mastermind von Equilibrium René Berthiaume hat die Trennung begründet, in der Band habe sich die Symbiose der verschiedenen Musiker nicht mehr so angefühlt wie früher. Daher sei man nach mehreren Gesprächen mit Dahn zu dem Entschluss gekommen, nicht mehr gemeinsam weiterzumachen.

Das Ende vom Lied: Equilibrium arbeitet seit langem an einem angekündeten Album. Bisher gibt es nur die Single Gnosis. Der gute Robse hat mit neuer Band 2024 ein ganzes Album ‚Harlekins & Krieger‘ rausgebracht und das ist für Metal-Fans ein absoluter Hammer. Mehr als ein Trost für alle, die die Trennung nicht verstanden haben und den alten Zeiten nachtrauern.

Nach dem Einstieg mit ‚Sonata Arlecchio‘ geht es mit dem Titelsong volle Kraft voraus. Kraftvolle Riffs und geiler Gesang.

Die ersten Höhepunkte kommen danach mit ‚Hey Sturm‘ und vor Allem ‚Aus dem Gleichgewicht‘. Aus dem Gleichgewicht erzählt die Geschichte von Fremden, die sich anfreunden und dann wieder auseinanderdriften. Leider passiert das viel zu oft. Das Leben ist zu kurz für Hass und sinnlose Kämpfe.

‚Von der Schenke zur Taverne‘ ist mehr ein Sauflied, wie es Mittelalterbands oder Metalbands gerne machen. ‚Lied der Nacht‘ gesungen im Duett mit Alina Lesnik ist eine sehr schöne Ballade.

Das Beste kommt zum Schluss. ‚Viva la Caida‘ ist eine fantastische Hymne mit einem Intro, gesungen von einem Chor, der im Stück immer wieder auftaucht. Dann das Growlen des Meisters und einem Chorus, der mitreißt.

Insgesamt ein gelungenes Album das Hoffnung auf mehr macht, jenseits von Equilibrium.

Bei Robse komponieren alle sechs Bandmitglieder. Das Motto des Chefs; „Macht, aber egal was ihr macht, es muss livetauglich sein, damit in den ersten Reihen keiner einpennt, dass muss richtig knallen!“. Das macht es.