Schweden hat ein schier unerschöpfliches Reservoir an besten Metal Bands. Mit dabei The Halo Effect aus Göteborg.

von Friedrich W. Dittmann

Es ist Freitag der 05.08.22, Mitternacht in Wacken beim Festival. In Extremo haben gerade ihr Set mit Spielmannsfluch und Pikse Palve beendet, als zum Abschluss des Tages fünf zauberhafte Langhaarige die Bühne betreten und als The Halo Effect angekündigt werden. Die zeigten schon mit dem ersten Song „Days of the Lost“, dass aus den Nordlanden nicht nur Thors großer Hammer kommt, sondern auch Metal vom Feinsten. Das war unsere erste Begegnung mit The Halo Effect und die Zuneigung zu der Combo hält bis heute.

Willy, mein Kater, und ich waren so begeistert, dass wir sofort zuhause das Debutalbum „Days oft he Lost“ erwerben mussten. Ein Kleinod mit einer Reihe geiler Songs, purer Melodic-Death-Metal: Neben dem Titelsong überzeugen besonders „The Truth worth lying for“ „Shadowminds“ „The needless End“ „In broken Trust”.

Es ist Zeit, die Vögel vorzustellen: Da sind zunächst Niclas Engelin und Jesper Strömblad an den Gitarren, Peter Iwers am Bass und Daniel Svenson an den Drums. Der geübte Metalist erkennt die Herrschaften sofort als ehemalige Mitglieder der Band In Flames wieder. Ergänzt wird Halo Effect von dem charismatischen Sänger und Frontman Mikael Stanne, ein feiner Growler verbunden mit einer guten Klarstimme, der auch bei der ebenfalls in Göteborg ansässigen Band Dark Tranquillity singt. Bei Liveauftritten kommt noch der Gitarrist Patrik Jensen als Gast dazu.

Gegründet 2019 in Göteburg. Als Bandname griffen sie einen Titelsong der kanadischen Band Rush auf.

Im August 2022 das Debütalbum „Days oft the Lost“ Die Verantwortlichen des Labels Nuclear Blast hatten sich gerade einmal einen kleinen Teil des Songs „Shadowminds“ angehört und sie sofort unter Vertrag genommen. Das Album marschierte in kurzer Zeit auf Platz 1 der schwedischen Albumcharts.

Ihr Auftritt in Wacken brachte sie sogar in eine Tatortfolge „Borowski und das unschuldige Kind von Wacken“ November 2023.

Anfang 2025 das zweite Album „March oft he Unheard“. 11 neue Songs, die qualitativ nahtlos an das erste Album anschließen. Angetan haben uns besonders das melodiöse „Cruel Perception“, das wilde „Our Channel to the Darkness” und der wunderbare Titelsong “March the of the Unheard”. Insgesamt gelungen und völlig zu Recht vom Metal Hammer zu Album des Monats gekürt worden.

Unbedingt mal reinhören, wenn man die raue Musik von Nordmännern mag.