CDU, Grüne und SPD haben sich auf eine gemeinsame Prioritätenliste für rund 85 Millionen Euro aus einem Sondervermögen des Bundes verständigt. Das Geld soll gezielt in Schulen, Sportstätten, Klimaschutz und wichtige Stadtprojekte investiert werden.

Koblenz |

Gemeinsamer Kurs für die Zukunft der Stadt

Ein seltenes Bild der Einigkeit zeigt sich derzeit im Koblenzer Stadtrat: Die Fraktionen von CDU, Grünen und SPD wollen bei der Ratssitzung am 25. Juni einen gemeinsamen Antrag zur Verwendung von rund 85 Millionen Euro aus Bundesmitteln einbringen. Wie der SWR berichtet, weicht die Prioritätenliste deutlich von den Vorschlägen der Stadtverwaltung ab.

Nach dem Willen der drei Parteien soll das Geld nicht zur Entlastung des städtischen Haushalts verwendet werden. Stattdessen stehen Projekte im Fokus, die ohne die zusätzlichen Mittel kaum umgesetzt werden könnten. Vorgesehen sind unter anderem Investitionen in den Klimaschutz an zwei Gymnasien, neue Sanitäranlagen an zwei Grundschulen sowie der Bau von Mehrzweckhallen für Vereine in Arzheim, Niederberg und Güls.

Stadion Oberwerth erhält größten Anteil

Den größten Einzelbetrag soll die Sanierung des Stadions Oberwerth erhalten. Dafür sind 26 Millionen Euro vorgesehen. Zusammen mit bereits zugesagten Bundesmitteln stünden damit insgesamt 34 Millionen Euro für die Modernisierung zur Verfügung. Ziel ist es, Koblenz wieder als Austragungsort hochrangiger Leichtathletik Veranstaltungen zu etablieren.

Darüber hinaus sollen auch historische Gebäude wie das Münzmeisterhaus und die Alte Burg von den Investitionen profitieren. Weitere fünf Millionen Euro sind für Projekte im Zusammenhang mit der Bundesgartenschau 2029 eingeplant. Unter anderem soll der Wasserspielplatz am Deutschen Eck, der seit der BUGA 2011 immer wieder durch technische Probleme auffällt, dauerhaft funktionsfähig gemacht werden.

Da CDU, Grüne und SPD gemeinsam über eine Mehrheit im Stadtrat verfügen, gelten die Chancen auf eine Zustimmung zu dem Antrag als sehr hoch.