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Brandgefahr durch Ölverlust - Fernlinienbus aus Südeuropa stillgelegt


Am Samstag, 14.11.2020 kontrollierte die Schwerverkehrskontrollgruppe der Verkehrsdirektion Koblenz auf der BAB 3, Rastplatz "Kiosk Sessenhausen" gegen 10:30 Uhr einen Fernlinienbus aus Südeuropa. Die beiden Fahrer befanden sich zum Kontrollzeitpunkt auf der Rückfahrt vom Ruhrgebiet in ihren Heimatstaat und hatten 6 Fahrgäste an Bord. 

Im Rahmen der Überprüfung mussten die Kontrolleure der Verkehrsdirektion diverse Verstöße feststellen. So hatten die beiden Fahrer des Busses mehrfach die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten und auch die Tagesruhezeit war bereits seit ungefähr 9 Stunden überfällig. Zudem wurde mit dem Bus eine größere Menge an Paketen und anderen Stückgütern befördert, obwohl keine Genehmigung für Gütertransporte vorlag. 

Der technische Zustand war ebenfalls mehr als bedenklich, denn neben einer infolge eines Gestängebruches funktionslosen Motorbremse, ausgeschlagenen Vorderachsaufhängungen und aufgrund von Überhitzung teilweise geschmolzenen Reflektoren an den Scheinwerfern wurde ein sehr starker Ölverlust am Motor festgestellt. 

Auf den heißen Auspuffkrümmer abtropfendes Motoröl hätte jederzeit zu einem Fahrzeugbrand und erheblichen Gefahren für die Businsassen und andere Verkehrsteilnehmer führen können. 

Die Weiterfahrt wurde zur Gefahrenabwehr direkt untersagt und eine sofortige Reparatur in einer Fachwerkstatt anordnet. Gegenüber beiden Fahrern und auch dem Unternehmen wurden Anzeigen erstattet und Sicherheitsleistungen von insgesamt 1.200 EUR einbehalten. Die Fahrgäste wurden nach Abschluss der Kontrolle von einem Ersatzbus abgeholt.