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Vater transportiert mit 120 km/h seine rückwärts sitzende, 4-jährige Tochter

Bild: Pixabay


Am Dienstagmittag können einige Autofahrer auf der B9 Fahrtrichtung Andernach ihren Augen nicht trauen: Mit bis zu 120 km/h rast ein Motorrad der 750er-Klasse über die Autobahn. Das schlimmste: hinten drauf ist ein 4-jähriges Mädchen "rückwärts" durch eine Riemenkonstruktion angebunden und kann sich nicht bewegen. Schutzkleidung war ebenfalls Fehlanzeige...

Auch der Motorradhelm den sie trug war zu groß und schwer. Zeugen alamieren die Polizei und versuchen noch, dem Motorrad zu folgen, was durch seine zügige Fahrweise allerdings unmöglich war. Da die Zeugen sich allerdings das Kennzeichen merken konnten, führten die eingeleiteten Ermittlungen schnell ans Ziel. Eine Streife der Polizei fuhr zur Wohnung der Mutter, wo die ahnungslose Mutter mit Kind angetroffen wurde. Dort stellte sich heraus, dass der Motorradfahrer der Vater des Kindes war.

Die Führerscheinstelle wird nun prüfen, ob der Vater charakterlich überhaupt geeignet ist, Kraftfahrzeuge im öffentlichen Verkehrsraum zu führen. Ihm könnte ein Verlust der Fahrerlaubnis für alle Klassen drohen. Auch das zuständige Jugendamt wird weiterhin überprüfen ob diese Gefährdung des Kindes nicht weitere Maßnahmen im Hinblick auf das künftige Kindeswohl fordert.

Die Polizei ist sich einig: "Wir möchten uns gar nicht vorstellen, was da alles hätte passieren können! Unglaublich - aber offenbar gibt es heutzutage nichts, was es nicht gibt!"