Der sogenannte „Bioblitz“ findet vom 24. bis 27. April 2026 statt. Ziel ist es, innerhalb eines festgelegten Zeitraums möglichst viele wildlebende Tier-, Pflanzen- und Pilzarten zu dokumentieren.
Teil eines weltweiten Biodiversitätsprojekts
Die City Nature Challenge ist ein globaler Wettbewerb, an dem 2026 mehr als 1.000 Städte und Regionen teilnehmen. Ursprünglich 2016 in den USA gestartet, hat sich die Initiative zu einem internationalen Projekt mit über 100.000 Teilnehmenden und Millionen von Naturbeobachtungen entwickelt.
Im Jahr 2025 wurden weltweit mehr als 73.000 verschiedene Arten dokumentiert. Auch deutsche Regionen wie Berlin, Kiel und Göttingen waren bereits vertreten.
Teilnahme per App möglich
Die Teilnahme ist niedrigschwellig angelegt. Interessierte können sich kostenfrei über die App iNaturalist registrieren und Beobachtungen per Foto oder Tonaufnahme hochladen.
Die Auswertung erfolgt gemeinschaftlich: Eine internationale Community unterstützt bei der Bestimmung der Arten, auch über den Aktionszeitraum hinaus bis zum 10. Mai 2026.
Wichtig ist, dass ausschließlich wildlebende Organismen erfasst werden. Haustiere, Nutztiere oder Gartenpflanzen sollen nicht berücksichtigt werden.
Fokus auf Forschung und Umweltbewusstsein
Im Mittelpunkt der Aktion stehen nicht Ranglisten oder Wettbewerbsergebnisse, sondern die Sammlung von Forschungsdaten und die Sensibilisierung für Biodiversität. Gleichzeitig soll die Bevölkerung für die Artenvielfalt im eigenen Umfeld sensibilisiert werden.
Die Organisatoren betonen, dass das Projekt bewusst schrittweise aufgebaut wird, um negative Auswirkungen wie Störungen sensibler Lebensräume zu vermeiden.
Weitere Projekte geplant
Neben der City Nature Challenge plant die Universität Koblenz ein weiteres Projekt: Vom 6. bis 13. September 2026 soll erstmals die „School Nature Challenge Rheinland-Pfalz“ stattfinden. Begleitend dazu wird am 8. Mai 2026 eine Fortbildung für Lehrkräfte angeboten.
