Vom 13. bis 16. August steht Koblenz wieder im Zeichen des Christopher Street Day. Unter dem Motto „Two Rivers, One Love“ sowie dem Zusatz „mutig, laut und selbstbestimmt“ erwartet die Besucher ein mehrtägiges Programm. Trotz des Anschlags auf den CSD in Berlin vor rund drei Wochen herrscht beim Organisationsteam eine kämpferische „Jetzt erst recht“-Stimmung.
Bereits am Donnerstag, 13. August, beginnt der CSD mit einem neuen Eröffnungsformat im Koblenzer Ufer-Kino. Nach einem musikalischen Vorprogramm mit Dörthe Dutt wird dort der Film „Bohemian Rhapsody“ gezeigt. Höhepunkt bleibt der Samstag mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Liebfrauenkirche, der Demonstration durch Koblenz sowie einem Bühnenprogramm auf mehreren Bühnen.
Demonstration gegen den Rechtsruck
Die Demonstration steht unter dem Motto „Zwei Flüsse gegen den Strom. Wir widersetzen uns dem Rechtsruck.“ Die Veranstalter wollen damit auf zunehmende Gewalt und Anfeindungen gegen queere Menschen aufmerksam machen. Marcel Witt vom Organisationsteam der Pride Koblenz betont, dass sich die Community von den jüngsten Ereignissen nicht einschüchtern lassen wolle.
Gemeinsam mit der Stadt wurde für den CSD ein Sicherheitskonzept erarbeitet. Neben sichtbaren Maßnahmen soll es auch Vorkehrungen im Hintergrund geben, um den Besucherinnen und Besuchern ein möglichst sicheres Gefühl zu vermitteln.
„Niemand ist alleine“
Neben dem politischen Zeichen soll der CSD vor allem Gemeinschaft vermitteln. Besonders junge Menschen aus dem ländlichen Umfeld von Koblenz wolle man erreichen. Die zentrale Botschaft des Organisationsteams lautet laut Witt: „Wir sind wirklich, wirklich verdammt viele und niemand ist alleine.“
Neben Demonstration und Bühnenprogramm gehören unter anderem eine Talk-Bühne am Münzplatz sowie die bereits seit mehreren Wochen laufende Veranstaltungsreihe „Pride-Zeit“ mit Lesungen und Diskussionsrunden zum Programm.
