Das Amt verändert natürlich das eigene Leben.

Dr. Melanie Hilger, verheiratet und Mutter von zwei Kindern, Personalreferentin bei einem weltweit tätigen Unternehmen mit Sitz in Bonn, aus Glees stammend, ist seit dem 29.September 2019 Bürgermeisterin (parteilos) in Wehr, wo sie seit 2014 wohnt. Ihre Schwester ist Fußball-Schiedsrichterin, sie führt eine Gemeinde. Was ist in diesem Jahr geschehen? Hat es ihr Leben verändert?

Aktuell4u sprach mit ihr.

Aktuell4u: Ist der 29.September 2019 ein Schicksalstag in ihrem Leben gewesen?

Melanie Hilger: Es ist in jedem Fall ein sehr aufregender Tag gewesen. Ein halbes Jahr vorher hatte ich ja noch nicht einmal darüber nachgedacht, als Bürgermeisterin zu kandidieren. Und dann direkt ohne kommunalpolitische Erfahrung ins Amt gewählt zu werden, ist schon sehr aufregend für mich.

Aktuell4u: Was ist in diesem Jahr geschehen? Was konnten sie anpacken, was liegt kommunalpolitisch noch vor Ihnen?

Melanie Hilger: Leider konnten wir aufgrund der Corona Einschränkungen nicht umsetzen und in die Wege leiten, wie wir uns  vorgestellt hatten. Aber zum Glück ist nicht alles zum Erliegen gekommen. So arbeiten wir weiter sehr zielorientiert an einer schnellen Umsetzung des dringend notwendigen Neubaugebietes hier bei uns im Wehrer Kessel. Der Ausbau der L82, also unserer Niederzissener Straße, steht kurz bevor, wir haben die Wiederkehrenden Beiträge eingeführt und ein Verkehrsprojekt für unsere Ortsgemeinde wurde in Zusammenarbeit mit der Polizeihochschule Rheinland-Pfalz gestartet, was leider aufgrund von Corona nicht final vollendet werden konnte und wird dieses Jahr nochmals neu gestartet. Auf der Kellerei, also in unserem denkmalgeschützen Dorfmittelpunkt müssen wir in diesem Jahr zum ersten Mal die alten Linden tränken, da sie unter der anhaltenden Trockenheit leiden. Eine Maßnahme, die leider nicht jeder in der Dorfgemeinschaft versteht.

Aktuell4u: Hat das Amt ihr Leben verändert?

Melanie Hilger: Selbstverständlich verändert eine solche Aufgaben das eigene Leben. Man steht eindeutig mehr im Mittelpunkt des Dorfgeschehen und wird oftmals angesprochen. Aufgrund unserer beiden Kinder bin ich oft im Dorf unterwegs und daher auch jederzeit ansprechbar, was teilweise sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, aber auch unheimlich viel Spaß macht.

Aktuell4u: Anfang September kommt Innenminister Roger Lewentz aus Mainz nach Wehr. Und ein Wehrer, der Fußballer Stefan Bell, hat gerade seinen Vertrag bei Mainz 05 um ein Jahr verlängert. Aus Mainz kommen also gute Botschaften für Wehr.

Melanie Hilger: Ja, dass ist richtig. Und wir in Wehr freuen uns natürlich gemeinsam mit Stefan Bell, dass die Verlängerung geklappt hat. Aber auch positive Nachrichten fallen nicht einfach vom Himmel, auch dafür muss man hart arbeiten.

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