Polizei reagiert auf angespannte Lage
Mit einem umfangreichen Einsatz sind Polizei, Zoll und Ordnungsamt am Mittwochabend gegen Kriminalität in der Koblenzer Innenstadt vorgegangen. Hintergrund sind laut Polizeipräsidium die Entwicklungen der vergangenen Wochen und Monate. Demnach hätten sich an mehreren Orten vermehrt Jugendliche und junge Erwachsene getroffen, um Straftaten wie Diebstähle, Raub oder Körperverletzungen zu planen oder zu begehen. Zudem lagen Hinweise auf Drogenhandel vor. Auch Bürger und Geschäftsleute hatten sich zunehmend über die Situation beschwert.
Unter der Leitung der Polizeiinspektion Koblenz 1 waren Kräfte der Schutz und Kriminalpolizei, der Bereitschaftspolizei, des Ordnungsamtes sowie des Zolls im Einsatz. Kontrolliert wurden mehrere Personengruppen sowie verschiedene Gaststätten, Spielhallen und Geschäftsräume.
Verstöße gegen Drogen und Waffengesetz festgestellt
Insgesamt überprüften die Einsatzkräfte 123 Personen. Dabei handelte es sich überwiegend um Jugendliche und junge Erwachsene aus Koblenz und der Umgebung. Nach Angaben der Polizei wurden unter anderem vier Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz festgestellt. Hinzu kamen ein Verstoß gegen das Waffengesetz sowie ein weiterer gegen das Konsumcannabisgesetz.
Außerdem besteht bei einer kontrollierten Person der Verdacht auf Diebstahl. Gegen drei weitere Personen wird wegen möglicher Verstöße gegen das Ausländerrecht ermittelt. Fünf Menschen erhielten einen Platzverweis. Auch bei den überprüften Betrieben entdeckten die Behörden mehrere mögliche Verstöße. Die abschließende Bewertung steht jedoch noch aus.
Polizeioberrat Steffen Göbel zeigte sich nach dem Einsatz zufrieden. Die Maßnahme sei notwendig gewesen, um der Entwicklung in der Innenstadt entschieden entgegenzutreten und Straftaten konsequent zu verfolgen.
