Auf der Pfaffendorfer Seite wurde inzwischen eine Behelfsbrücke errichtet. Sie soll später den Anschluss der neuen Pfaffendorfer Brücke in der sogenannten Parallellage an das Straßennetz ermöglichen. Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für die Ostrampe, deren Fahrbahnplatte in den kommenden Wochen betoniert werden soll.
Stahlstützen schützen historische Kasematten
Die Ostrampe wird den Verkehr nach dem Einschub von der Emser Straße auf die neue Brücke führen. Eine Besonderheit sind sechs Stahlstützen, auf denen die Fahrbahnplatte ruht. Dadurch wird verhindert, dass das Gewicht des Bauwerks auf den darunterliegenden historischen Kasematten lastet.
Auch auf der Schlossseite gehen die Arbeiten weiter. Dort entstehen noch in diesem Jahr die Zu- und Abfahrten für die Parallellage. Das Bauwerk besteht hauptsächlich aus verdichtetem Erdreich, das zwischen in den Boden gerammten Stahlprofilen eingebracht wird.
Rheinpegel entscheidet über nächsten Meilenstein
Der nächste große Schritt ist für September vorgesehen. Dann sollen die mittleren Stahlteile der Brücke eingehoben werden. Sie wiegen zusammen rund 1.000 Tonnen und vervollständigen die tragende Stahlkonstruktion.
Ob der Einhub wie geplant stattfinden kann, hängt allerdings vom Wasserstand des Rheins ab. Die Stahlteile sollen mit einem Schwimmponton zur Baustelle transportiert werden. Dafür ist ein bestimmter Mindestwasserstand erforderlich. Nach Angaben von Tiefbauamtsleiter Dr.-Ing. Kai Mifka haben niedrige Rheinpegel bereits mehrfach für Verzögerungen und zusätzliche Herausforderungen gesorgt.
Kann der Einhub erfolgen und können die Stahlteile anschließend verschweißt werden, wäre die tragende Stahlkonstruktion vollständig. Darauf soll anschließend die Fahrbahnplatte betoniert werden, über die der Verkehr zunächst in Seitenlage den Rhein überqueren kann. Bis dahin seien jedoch noch zahlreiche Arbeiten notwendig, betont Mifka.
