In mehreren Wahlkreisen setzte sich die CDU gegen die SPD durch. Im Wahlkreis Koblenz (Wahlkreis 9) erhielt Philip Rünz (CDU) 29,8 Prozent der Stimmen und lag damit vor Dr. Anna Köbberling (SPD) mit 27,8 Prozent.
Auch im Wahlkreis Koblenz/Lahnstein (Wahlkreis 8) gewann Andreas Birtel (CDU) mit 33,6 Prozent vor Adriana Kauth (SPD), die 28,7 Prozent erreichte.
Im Wahlkreis Bendorf/Weißenthurm (Wahlkreis 10) konnte Peter Moskopp (CDU) mit 39,5 Prozent deutlich vor Kai Dommershausen (SPD) mit 25,9 Prozent gewinnen.
Eine knappe Entscheidung gab es im Wahlkreis Neuwied (Wahlkreis 4): Lana Horstmann (SPD) setzte sich mit 29,1 Prozent knapp gegen Jan Petry (CDU) mit 28,9 Prozent durch.
Im Wahlkreis Andernach (Wahlkreis 11) gewann Anette Moesta (CDU) mit 32,5 Prozent vor Clemens Hoch (SPD) mit 29,3 Prozent.
Deutlich fiel das Ergebnis im Wahlkreis Mayen (Wahlkreis 12) aus: Torsten Welling (CDU) erhielt 40,5 Prozent, während Nicolas Cordes (SPD) auf 23,0 Prozent kam.
Wahlsystem: Erst- und Zweitstimme entscheidend
Das Wahlsystem in Rheinland-Pfalz kombiniert Direktmandate und Verhältniswahl. Mit der Erststimme wählen die Bürgerinnen und Bürger eine Person im Wahlkreis. Wer dort die meisten Stimmen erhält, zieht direkt in den Landtag ein.
Die Zweitstimme, auch Landesstimme genannt, entscheidet über die Sitzverteilung der Parteien im Parlament. Parteien müssen mindestens fünf Prozent der Stimmen erreichen, um berücksichtigt zu werden.
Überhang- und Ausgleichsmandate
Erhält eine Partei mehr Direktmandate, als ihr nach dem Zweitstimmenergebnis zustehen, entstehen Überhangmandate. Diese bleiben bestehen. Um das Kräfteverhältnis im Parlament auszugleichen, werden zusätzliche Sitze an andere Parteien vergeben. Dadurch kann sich die Gesamtzahl der Abgeordneten über die regulären 101 Sitze hinaus erhöhen.
