Ein Familienvater aus der Vordereifel ist am Dienstag vom Amtsgericht Mayen zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Der 38-Jährige wurde unter anderem des sexuellen Missbrauchs von Kindern schuldig gesprochen. Die Verhandlung zog sich bis in die Abendstunden.
Haftstrafe – aber kein Schuldspruch in schwerstem Punkt
Nach Überzeugung des Gerichts beging der Mann zwischen Ende 2017 und Oktober 2025 mehrere Straftaten. In zwei Fällen wurde er wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Schutzbefohlenen verurteilt. Zudem sprach ihn das Gericht des Besitzes sowie der Herstellung kinderpornografischer Inhalte schuldig.
Vom schwerwiegendsten Vorwurf, dem schweren sexuellen Missbrauch, wurde der Angeklagte jedoch freigesprochen. Nach Angaben des Gerichts reichten die Beweise in diesem Punkt nicht aus.
Die Richter verhängten eine Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten. Rund sechs Monate davon hat der Mann bereits in der Justizvollzugsanstalt Koblenz verbüßt. Zuvor war er strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten.
Urteil noch nicht rechtskräftig
Zum Schutz der Privatsphäre der Beteiligten fand ein Großteil der Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das Urteil ist bislang nicht rechtskräftig. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch der Verurteilte können noch Rechtsmittel einlegen.
