Nachhaltigkeit beginnt oft im Kleinen – bei der wiederverwendeten Papiertüte, gut erhaltener Kleidung oder funktionalen Alltagsgegenständen, die nicht im Müll landen. Genau diesen Gedanken lebt der Verein ReThink e.V. in Neuwied seit Jahren mit zahlreichen Projekten für eine ökologische, soziale und aktive Stadtgemeinschaft.
Zum Angebot der gemeinnützigen Initiative gehören unter anderem ein Repair Café, Gemeinschafts- und Klimagärten, Flohmärkte sowie Tauschschränke und -regale in verschiedenen Stadtteilen. Seit November 2024 nutzt auch die „Tauschgarage“ gemeinsam mit ReThink die Räumlichkeiten in der Marktstraße 103 in der Neuwieder Innenstadt. Doch das ist nur eine Zwischenlösung: Mitte April muss der Verein das Objekt wieder verlassen.
Während ReThink bereits neue Räume in Heimbach-Weis gefunden hat, steht die Tauschgarage nun vor einer großen Herausforderung. Denn sie soll bewusst in der Innenstadt bleiben – dort, wo der Bedarf am größten ist.
Von der kleinen Idee zur festen Anlaufstelle
Die Tauschgarage entstand im Coronajahr 2020 zunächst als Tauschregal an der Heilig-Kreuz-Kirche. Spätestens mit der Ahrtalflut und dem Zuzug vieler Ukrainerinnen und Ukrainer nach Beginn des russischen Angriffskriegs entwickelte sie sich zu einer wichtigen Anlaufstelle in der Deichstadt. Einige der ukrainischen Stammkundinnen engagieren sich inzwischen selbst ehrenamtlich im Team.
Für ihr Engagement wurde die Initiative im Jahr 2023 mit dem Ehrenamtspreis der SWN ausgezeichnet. In der Tauschgarage finden Besucherinnen und Besucher Hausrat, Kleidung, Bücher oder kleine Alltagsgegenstände – kostenlos und ohne Gegenleistung. Denn getauscht werden muss hier nicht zwingend: Wer etwas benötigt, darf es einfach mitnehmen. Sachspenden nimmt das Team während der Öffnungszeiten dienstags, donnerstags und samstags jeweils von 10 bis 16 Uhr entgegen.
Welche Räume jetzt gebraucht werden
Ein Umzug nach Heimbach-Weis kam für das Team der Tauschgarage nicht infrage. „Deshalb ist es nicht nur im Interesse des Tauschgaragen-Teams, sondern auch und vor allem im Sinne der Kundinnen und Kunden, dass schnellstmöglich eine neue – und im besten Fall dauerhafte – Lösung gefunden wird“, erklärt Citymanagerin Michaela Ullrich, die den Verein bei der Suche unterstützt.
Die Anforderungen an neue Räume sind überschaubar: Gesucht wird eine Immobilie in der Innenstadt mit mindestens 50 Quadratmetern Fläche. Wichtig sind trockene, windgeschützte und barrierefreie Räume sowie ein Stromanschluss, idealerweise auch Sanitäranlagen. Wünschenswert wäre außerdem eine kurzfristige Parkmöglichkeit in unmittelbarer Nähe, damit größere Spenden unkompliziert angeliefert werden können.
Wer eine passende Immobilie zur Verfügung stellen kann, erreicht den Verein per E-Mail an info@rethink-ev.de.
