Die Stadt Neuwied startet mit dem Bau einer neuen Verbindung zwischen der B42 und der Langendorfer Straße. Dafür muss die bisherige La-Porte-Kreuzung ab Mittwoch, 5. August, vollständig für den Verkehr gesperrt werden. Die umfangreichen Arbeiten werden voraussichtlich bis 2028 dauern.
„Uns ist bewusst, dass die Sperrung für viele Verkehrsteilnehmer eine spürbare Belastung sein wird“, erklärt Oberbürgermeister Jan Einig. Gleichzeitig biete das Projekt die Chance, einen seit Jahrzehnten bekannten Engpass dauerhaft zu beseitigen und eine moderne Stadtzufahrt zu schaffen.
Neue Verbindung soll Verkehr sicherer machen
Ausgangspunkt des Gesamtprojekts ist die notwendige Erneuerung der Bahnüberführung im Zuge der Generalsanierung der rechtsrheinischen Bahnstrecke durch die Deutsche Bahn. Bahn, Stadt und Landesbetrieb Mobilität hatten sich bereits vor rund acht Jahren darauf verständigt, die Arbeiten für eine grundlegende Verbesserung der Verkehrsführung zu nutzen.
Geplant ist eine komplett neue Verbindung zwischen der Bundesstraße 42 und der Langendorfer Straße. Sie soll die Innenstadt leistungsfähiger an das überörtliche Straßennetz anbinden und zugleich bessere Bedingungen für Fußgänger und Radfahrer schaffen. Neben den Straßenanschlüssen entstehen eine neue Einmündung sowie ein Geh- und Radweg. Die bisherige La-Porte-Unterführung wird nach Abschluss der Arbeiten aufgegeben.
Die heutige Unterführung besitzt lediglich eine Durchfahrtshöhe von 3,20 Metern und ist damit für viele Lastwagen zu niedrig. Trotz entsprechender Beschilderung blieben in der Vergangenheit immer wieder Fahrzeuge stecken. Zudem galt die Kreuzung zur B42 über viele Jahre als Unfallschwerpunkt. Wegen der engen Platzverhältnisse kann sie nicht zukunftsfähig ausgebaut werden.
Vor Beginn der eigentlichen Bauarbeiten müssen zunächst wichtige Versorgungsleitungen gesichert und vorbereitet werden. Unter der Kreuzung verläuft unter anderem die Hauptwasserleitung für Irlich. Die Stadtwerke Neuwied übernehmen diese ersten Arbeiten in enger Abstimmung mit der Deutschen Bahn und der Stadt.
Umleitungen über Icehouse und Bauspielplatz
Mit der Sperrung entfällt die bisherige Auffahrt von der Langendorfer Straße auf die B42. Verkehrsteilnehmer, die aus der Innenstadt oder von der Raiffeisenbrücke kommend in Richtung Irlich fahren möchten, müssen künftig die Auffahrt an der Kreuzung Andernacher Straße und Berggärtenstraße beim Icehouse oder die Auffahrt an der Kreuzung Dierdorfer Straße und Berggärtenstraße beim Bauspielplatz nutzen.
Während der Bauzeit stehen damit nur noch zwei statt bisher drei Auffahrmöglichkeiten zur Verfügung. Besonders an der Kreuzung beim Icehouse rechnet die Stadt während der Hauptverkehrszeiten mit längeren Wartezeiten. Die Verwaltung will die Verkehrssituation aufmerksam beobachten und die Steuerung der Ampelanlagen bei Bedarf anpassen.
Die Stadt bittet alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Einschränkungen. Langfristiges Ziel sei eine sichere, leistungsfähige und zukunftsfähige Stadtzufahrt, von der Neuwied dauerhaft profitieren könne.
Weitere Informationen zum Projekt sowie Karten, Pläne und Hinweise zur Verkehrsführung stellt die Stadt auf ihrer Internetseite unter www.neuwied.de/stadtzufahrt-nord bereit.
