37 neue Sammelstellen, klare Zuständigkeiten und strengere Sauberkeitsregeln: Die Stadt Neuwied ordnet die Altkleidersammlung auf öffentlichen Flächen neu. Die Malteser stellen derzeit schrittweise ihre Container im Stadtgebiet auf.

Neuwied |

Die Stadt Neuwied setzt ihr neues Standortkonzept für Altkleidercontainer um. Seit einigen Wochen stellen die Malteser nach und nach an 37 festgelegten Standorten im Stadtgebiet neue Sammelcontainer auf. Mit der Neuregelung will die Stadt vor allem Vermüllungen, überfüllte Behälter und Unklarheiten bei den Zuständigkeiten vermeiden.

In der Vergangenheit hatten neben den Containern abgestellte Säcke und Gegenstände immer wieder für Beschwerden gesorgt. Der Stadtrat beschloss deshalb feste Regeln für die Nutzung öffentlicher Flächen. Aufsteller müssen künftig nicht nur die Container betreiben, sondern auch für Sauberkeit und Ordnung in deren direktem Umfeld sorgen.

„Mit dem neuen Konzept wollen wir die Situation für Anwohner und Passanten spürbar verbessern“, erklärt Beigeordneter Ralf Seemann. Wer öffentliche Flächen für Altkleidercontainer nutze, müsse auch Verantwortung für das Umfeld übernehmen.

Andere Container müssen entfernt werden

Nach einem Bewerbungsverfahren hat die Stadt den Maltesern die Erlaubnis erteilt, die 37 Standorte auf öffentlichem Grund zu nutzen. Während die neuen Behälter aufgestellt werden, sind alle anderen Anbieter aufgefordert, ihre dortigen Container zu entfernen.

Stehen weiterhin Container anderer Aufsteller auf öffentlichen Flächen, gelten sie als nicht genehmigte Sondernutzung. Die Stadt kann die Betreiber zur Beseitigung auffordern oder die Entfernung kostenpflichtig veranlassen. Zusätzlich ist die Einleitung eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens möglich.

Die neue Regelung betrifft ausschließlich öffentliche Flächen. Container auf privaten Grundstücken, beispielsweise auf Parkplätzen von Supermärkten, Baumärkten oder Unternehmen, sind nicht betroffen. Dort entscheidet weiterhin der jeweilige Grundstückseigentümer über die Aufstellung.

Stadt bittet um Rücksicht während der Umstellung

Während der Übergangsphase kommt es an einzelnen Standorten noch zu Problemen. Teilweise wurden bisherige Container vor ihrem Abtransport verschlossen und eingewickelt, damit keine weitere Kleidung eingeworfen werden konnte. Dennoch stellten einige Menschen Säcke daneben ab. Mancherorts wurden auch nach der Entfernung der Container weiterhin Altkleider an den bisherigen Plätzen abgelegt.

Die Stadt bittet deshalb darum, Kleidung ausschließlich in die vorgesehenen Container einzuwerfen und keine Säcke oder Gegenstände daneben abzustellen.

„Uns ist bewusst, dass eine solche Umstellung nicht von heute auf morgen reibungslos funktioniert“, sagt Ordnungsamtsleiterin Carla Weßendarp. Sie geht davon aus, dass sich die Situation in den kommenden Wochen einpendelt, sobald alle neuen Sammelstellen eingerichtet und in der Bevölkerung bekannt sind.

Die Servicebetriebe Neuwied kontrollieren die betroffenen Standorte während der Übergangsphase verstärkt. Abgestellte Altkleider und sonstiger Müll werden dort entfernt. Langfristig soll das Konzept für sauberere Standorte und eine besser organisierte Altkleidersammlung im öffentlichen Raum sorgen.

Eine Übersicht aller öffentlichen Standorte gibt es unter:
https://www.neuwied.de/service/detail-anliegen/altkleidercontainer-oeffentliche-standorte