Der Rheinpegel in Koblenz ist infolge der anhaltenden Trockenheit auf nur noch acht Zentimeter gefallen. Damit rückt der historische Tiefststand von 1929 gefährlich nahe. Besonders die Schifffahrt bekommt die Folgen zu spüren.

Koblenz |

Am Dienstagmorgen zeigte der Rheinpegel in Koblenz nur noch acht Zentimeter an. Das geht aus Daten der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes hervor. Der bisher niedrigste bekannte Wert stammt aus dem Jahr 1929 und lag bei sechs Zentimetern.

Auch an anderen Messstellen am Rhein ist die Situation angespannt. In Emmerich ist der Pegel bereits trocken gefallen, in Mainz nähert sich der Wasserstand ebenfalls historischen Tiefständen. In Bonn, Köln und Düsseldorf wurden bekannte Tiefstmarken bereits unterschritten.

Regen bringt vorerst keine Entspannung

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ist in den kommenden Tagen keine nachhaltige Entspannung durch Niederschläge zu erwarten. Zum Wochenende sollen die Temperaturen sogar noch einmal steigen. Einzelne Schauer könnten die Pegelstände lediglich kurzfristig beeinflussen.

Schiffe können weniger Ladung transportieren

Das Niedrigwasser hat deutliche Folgen für die Binnenschifffahrt. Zwar ist die Fahrrinne meist tiefer als der angezeigte Pegelstand, dennoch können viele Schiffe derzeit nur noch deutlich weniger Ladung aufnehmen. Teilweise kann sich eine Fahrt wirtschaftlich nicht mehr lohnen.

Dadurch steigen die Transportkosten für Unternehmen, insbesondere bei Massengütern. Auch wirtschaftliche Folgen sind möglich, wenn wichtige Rohstoffe und Waren nur eingeschränkt über den Rhein transportiert werden können.