Für Sonntag, 16. August 2026, erwartet die Hochwasservorhersagezentrale Rheinland-Pfalz am Pegel Koblenz einen Stand von bis zu minus sechs Zentimetern. Damit könnte ein historischer Tiefstand erreicht werden.
Ein negativer Pegelstand klingt zunächst dramatisch, sagt aber nichts darüber aus, ob noch Wasser im Rhein vorhanden ist. Der Nullpunkt einer Pegellatte wurde bei ihrer Einrichtung in einer festgelegten Höhe bestimmt. Sinkt der Wasserstand darunter, zeigt die Messung einen negativen Wert an.
Pegelstand ist nicht die Wassertiefe
Entscheidend für die Schifffahrt ist die tatsächliche Tiefe der Fahrrinne. Diese liegt auch bei einem negativen Pegelstand deutlich über null. Die Messsysteme funktionieren weiterhin zuverlässig, da sie den Wasserstand über Druckmessungen erfassen, deren Messpunkte unterhalb des Nullpunkts der Pegellatte liegen.
Schiffe müssen deutlich weniger laden
Das Niedrigwasser belastet vor allem die Frachtschifffahrt. Schiffe können nur noch einen Teil ihrer maximalen Ladung transportieren, um ihren Tiefgang zu reduzieren. Dadurch werden zusätzliche Fahrten notwendig und die Transportkosten steigen.
Auch Flusskreuzfahrtschiffe, Ausflugsboote und Fähren können betroffen sein. Bei besonders niedrigen Wasserständen müssen Fahrten abgesagt oder Fährverbindungen wegen Problemen an den Anlegestellen eingestellt werden. Für private Sportboote kann es zudem schwierig werden, Häfen überhaupt noch zu verlassen.
